Tierkennzeichnung und Registrierung

Tierkennzeichnung und Registrierung

Tierkennzeichnung und Registrierung Allgemein

Alles im Griff mit HI-Tier

Die korrekte Tierkennzeichnung mittels Ohrmarken sowie die Registrierung in der Datenbank von HI-Tier stellt die Rückverfolgbarkeit von Tieren und tierischen Erzeugnissen sicher. Das sorgt seit über 20 Jahren für Schutz und Sicherheit auch im Fall von Tierseuchen.

Das LKV Bayern ist die vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) beauftragte Stelle in Bayern, die so genannte Regionalstelle, für die Kennzeichnung und Registrierung von Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen. Für diese Tierarten geben wir nach den Vorgaben der Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) Ohrmarken aus. Die zentrale Datenbank des Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere (HI-Tier) speichert alle gemäß ViehVerkV erforderlichen Meldungen ab. Darüber hinaus ermöglichen wir auch Nichttierhaltern den Zugang zu wichtigen Meldevorgängen in Bayern.

Ihre PIN

Für mehr Meldemöglichkeiten

Bei uns erhalten Sie Ihre online PIN für verschiedene wichtige Meldevorgänge in HI-Tier, iBALIS, der Übertragung von Zahlungsansprüchen sowie der Nährstoffbilanz Bayern.

Das LKV Bayern ist die vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) beauftragte Stelle für die Vergabe der persönlichen Identifikationsnummer (PIN) für die HI-Tier-Datenbank, sowie weiteren staatlichen Onlineanwendungen für bayerische Landwirte. Bei uns erhalten Sie für zahlreiche Meldevorgänge Ihre PIN. Dazu gehören unter anderem folgende Anwendungen:

So erhalten Sie Ihre PIN für die HI-Tier-Datenbank und weiteren Onlineanwendungen:
Anforderung der PIN über HI-Tier (evtl. kostenpflichtig, siehe Preisliste).

Anforderung der PIN über das LKV Bayern:
Neben der Online-Option über HI-Tier können Sie Ihre PIN auch telefonisch, schriftlich oder per Email beim LKV Bayern in der Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO) anfordern (evtl. kostenpflichtig, siehe Preisliste).

Werden persönliche Identifikation Nummern (PIN) telefonisch, schriftlich oder per E-Mail (vvvo@lkv.bayern.de oder pin@lkv.bayern.de) beim LKV angefordert, werden diese ausschließlich auf dem Postweg an die von der Adressdatenstelle (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) hinterlegte Postanschrift gesendet!

Dies gilt auch für PIN-Bestellungen die von Ihnen über HI-Tier mit Bestellart „POST“ bestellt werden. PIN-Bestellungen mit Bestellart „MAIL“ werden ausschließlich an die vom Betrieb im „bestätigten Kommunikationskanal“ hinterlegte E-Mail-Adresse gesendet.

 

Rinder kennzeichnen und registrieren

Für eine gesicherte Herkunft

Mit der Kennzeichnung und Registrierung von Rindern hat alles begonnen. Mittlerweile können Ohrmarken mehr als nur die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten: die Gewebeuntersuchung zur BVD-Bekämpfung und die elektronische Tierkennzeichnung sind nur der Anfang.

Kennzeichnung

Neugeborene Kälber
Kälber müssen von Ihnen innerhalb von sieben Tagen nach der Geburt mit Doppelohrmarken gekennzeichnet werden. Sie haben die Wahl zwischen:

Ersatzkennzeichnung bei Verlust der Ohrmarke
Beim Verlust einer Ohrmarke muss von Ihnen unverzüglich für Ersatz gesorgt werden. Sie haben die Wahl zwischen:

  • Ohrmarke (ohne Gewebeentnahme)
  • Elektronische Ohrmarke (ohne Gewebeentnahme)

Ersatzohrmarken bestellen Sie direkt über HI-Tier oder formlos in der Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO)
des LKV Bayern.

Gewebeuntersuchung zur BVD-Bekämpfung
BVD / MD (Bovine Virusdiarrhoe / Mucosal Disease) ist eine der wirtschaftlich bedeutsamsten Infektionen beim Rind. Um finanzielle Ausfälle zu vermeiden und zum Schutz der Rinderbestände verlangt die gesetzliche Vorschrift, dass jedes Rind bis zur Vollendung der vierten Lebenswoche auf BVD untersucht wird. Ausschließlich Tiere mit negativen Befund dürfen einen Bestand verlassen. Die Gewebeprobe über die Ohrstanze ist hier die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit, da einem Kalb immer Ohrmarken eingezogen werden müssen. Die Alternative besteht in einer Blutprobe, die deutlich aufwändiger und teurer ist. Bei einer notwendigen Zweitbeprobung des Kalbes können Sie eine Wiederholungsprobe in Form eines grünen Stanzknopfes formlos über die Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO) des LKV Bayern bestellen. Den aktuellen BVD-Status eines Tieres finden Sie in HI-Tier oder auf dem Stammdatenblatt bzw. Rinderpass. Fehlt der Aufdruck auf dem Dokument, kann der Status in HI-Tier abgefragt werden. Ein Ausdruck des BVD-Nachweises muss dann an ein bereits vorhandenes Stammdatenblatt bzw. Rinderpass angeheftet werden.

So erstellen Sie den Ausdruck des BVD-Status aus HI-Tier

  • Melden Sie sich unter HI-Tier mit Betriebsnummer und PIN an.
  • Im Bereich „Rinderdatenbank – Abfragen“ auf „Einzeltierverfolgung“ klicken
  • Geben Sie die Ohrmarkennummer des ausgewählten Tieres ein und klicken dann auf „Anzeigen“.  Der Lebenslauf des Tieres wird angezeigt.
  • Neben der Schaltfläche „Download“ in der Auswahlliste „PDF-Format für Ausdruck“ wählen und auf Download klicken.
  • Es öffnet sich ein zweiseitiges PDF-Dokument. Drucken Sie Seite 2 mit den „Tiergesundheitsdaten aus Einzeltierverfolgung“ aus.

Weitere Informationen zu BVD / MD finden Sie auf der Homepage des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Meldungen:

Geburten, Tierbewegungen oder der Tod eines Tieres müssen nach der ViehVerkV innerhalb von sieben Tagen in HI-Tier gemeldet werden. Sie können die Meldungen online direkt in die HI-Tier-Datenbank eingeben (kostenlos) oder über den Postweg per Meldekarte an das
LKV Bayern melden (kostenpflichtig, siehe Preisliste). Meldekarten bestellen Sie formlos in der Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO).

  • Geburtsmeldungen: Ein am Betrieb geborenes Kalb muss mit einer dem Betrieb zugeteilten Ohrmarke markiert und die Geburt in
    HI-Tier gemeldet werden.
  • Tierbewegungen: Hierzu zählen Zugänge und Lebendabgänge vom Betrieb.
  • Verendung / Hausschlachtung: Hierzu zählen Tötungen am Betrieb (z. B. Euthanasie), Verendungen am Betrieb, sowie Hausschlachtungen.
  • Besondere Meldefälle: Bei Meldungen von Exporten/Versendungen, Importen und in der Alm- und Alpwirtschaft ist ein gesondertes Vorgehen zu beachten:
    • Export/Versendung: Bei einem Export/Versendung wird das lebende Rind aus Deutschland verbracht. Es muss das Exportland mit Länderschlüssel angegeben werden.
    • Import: Bei der Einfuhr aus EU-Mitgliedsstaaten und der Schweiz behalten Rinder die ursprünglichen Ohrmarken. Zur Einfuhrmeldung auf Ihrem Betrieb reichen Sie bitte folgende Unterlagen schriftlich an das LKV Bayern ein:
      • Reg.-Nr. (Balisnummer) und Adresse Einfuhrbetrieb
      • Datum der EU-Einfuhr
      • Ausländischer Rinderpass (Original) und BVD-Befund (Kopie)

      Sie erhalten anschließend einen deutschen Rinderpass mit den EU-Stammdaten des Rindes. Das LKV Bayern meldet die EU-Einfuhr in HI-Tier für Ihren Betrieb.

  • Meldefehler: Vorgangsfehler Ihrer Online-Meldungen werden in HI-Tier angezeigt. Wir empfehlen diese regelmäßig im Internet zu überprüfen.

     

Alm- und Alpwirtschaft:

Meldevorgänge bei Almvieh innerhalb Deutschlands:
Auftrieb:
Talbetrieb: Abgangsmeldung vom Betrieb
Almbetrieb: Zugangsmeldung zum Betrieb

Abtrieb:
Talbetrieb: Zugangsmeldung zum Betrieb
Almbetrieb: Abgangsmeldung vom Betrieb

Meldevorgänge für deutsche Rinder auf österreichischen Almen:
Auftrieb:
Talbetrieb:         Abgangsmeldung vom Betrieb
Almbetrieb:       Zugangsmeldung nur mit Hilfe der Verbringungsliste (gelbe Liste) schriftlich per Post an das LKV Bayern.   

Zugangsbetrieb: 
Almen / Alpen Österreich
Reg-Nr. (Balis) 09 162 000 2222

Abtrieb:
Talbetrieb:         Zugangsmeldung zum Betrieb
Almbetrieb:       Abgangsmeldung nur mit Hilfe der Verbringungsliste (gelbe Liste) schriftlich per Post an das LKV Bayern.

Abgangsbetrieb:
Almen / Alpen Österreich
Reg-Nr. (Balis) 09 162 000 2222

Verbringungslisten (gelbe Liste) erhalten Sie hier:

 

Meldevorgänge für österreichische Rinder auf deutschen Almen / Alpen:
Auftrieb:
Talbetrieb:         Meldung in Österreich
Almbetrieb:
Zugangsmeldung nur mit Hilfe der „Auftriebsliste für Alpenweideviehverkehr“ (blaue Liste) schriftlich per Post an die Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO) des LKV Bayern. Zugangsbetrieb = deutscher Almbetrieb (Angabe der Reg.-Nr. notwendig)

Abtrieb:
Talbetrieb:         Meldung in Österreich
Almbetrieb:       Exportmeldung vom Betrieb nach Österreich
Exportland:       Österreich (Länderschlüsselnummer 040)

Auftriebslisten für den Alpenweideviehverkehr (blaue Liste) erhalten Sie hier:

Dokumentation und Unterlagen:

Bei Überprüfungen durch zuständige Behörden muss immer ein aktuelles Bestandsregister in Papierform vorliegen. Es kann entweder handschriftlich oder elektronisch erstellt werden. Über die HI-Tier Datenbank können Sie Ihr Bestandsregister einfach ausdrucken. Vordrucke zum handschriftlichen Ausfüllen erhalten Sie hier . Die Aufbewahrungspflicht beträgt drei Jahre.

In HI-Tier kann jeder Betrieb sein Einverständnis zum HI-Tier-Bestandsregister geben. Bei einer Kontrolle wird dann das Bestandsregister in der HI-Tier Datenbank herangezogen. Haben Sie Ihr Einverständnis erteilt, wird beispielsweise bei der CC-Kontrolle nur das Bestandsregister aus HI-Tier kontrolliert. Sie sparen sich eine doppelte Dokumentation.

So geben Sie die Einverständniserklärung zum Bestandsregister in HI-Tier ein:

Schweinebestände kennzeichnen und registrieren

Herkunftssicherung für Schweine

Seit 2003 werden auch Schweine mit Ohrmarken gekennzeichnet und die Übernahme in HI-Tier gemeldet. Ein Jahr später kam die Stichtagsmeldung des Tierbestandes dazu.

Kennzeichnung:

Die Kennzeichnung von Ferkeln mit einer weißen Ohrmarke erfolgt spätestens nach dem Absetzen von der Muttersau. Die Ohrmarkennummer setzt sich aus der Balisnummer des Betriebes und dem Landkreis als KFZ-Zeichen zusammen.
Ein Beispiel:
Balisnummer DE 09 162 999 9999 und LKR Nr. 162 = KFZ-Zeichen M (für München) ergibt die OM-Nr. = DE 09 M 999 9999

Ohrmarkenbestellungen richten Sie bitte schriftlich an die Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO) des LKV Bayern (kostenpflichtig, siehe Preisliste). Je nach gewünschtem Hersteller und Fabrikat verwenden Sie folgende Formulare:  Produktliste 1 oder Produktliste 2 

Meldungen:

Übernahme von Schweinen
Die Übernahme von Schweinen muss nach der ViehVerkV innerhalb von sieben Tagen gemeldet werden. Sie können die Eingabe direkt in der HI-Tier Datenbank (kostenlos) oder schriftlich über die Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO) des LKV Bayern vornehmen (kostenpflichtig, siehe Preisliste). Meldeunterlagen können Sie beim LKV Bayern bestellen. Geburt, Abgabe und Tod eines Schweines müssen nicht in der HI-Tier-Datenbank gemeldet werden, sondern sind von Ihnen ausschließlich im Bestandsregister zu vermerken.

Stichtagsmeldung zum 01.01. jeden Jahres

Als Schweinehalter sind Sie verpflichtet, die Anzahl der am 01. Januar eines Jahres am Betrieb vorhandenen Schweine in der HI-Tier-Datenbank zu melden. Angegeben wird die Tierzahl in den Kategorien:

  • Zuchtsauen,
  • Ferkel bis 30 kg
  • sonstige Zucht- und Mastschweine über 30 kg

Die Frist endet mit dem 14. Januar des entsprechenden Jahres. Sie können die Eingabe direkt in der HI-Tier Datenbank (kostenlos) oder schriftlich über die Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO) des LKV Bayern vornehmen ( (kostenpflichtig, siehe Preisliste). Meldeunterlagen werden Ihnen Ende Dezember automatisch von der Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO) des LKV Bayern zugesandt.

Aufgabe der Schweinehaltung
Die Meldefrist zur Stichtagsmeldung entfällt nur, wenn der Betriebstyp „Schweinehalter“ vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fristgerecht zum 31.12. eines Jahres beendet wurde!

Meldefehler: Bei schriftlichen Meldungen an das LKV Bayern werden fehlerhafte Meldungen vom LKV Bayern nachgefragt. Melden Sie direkt über HI-Tier, erhalten Sie direkt einen Hinweis bei Unstimmigkeiten.


Dokumentation und Unterlagen:

Begleitpapier
Bei der Abgabe von Schweinen müssen Sie dem neuen Besitzer ein Begleitpapier mitgeben. Die Aufbewahrungsfrist für Begleitpapiere beträgt drei Jahre.

Bestandsregister
Bei Überprüfungen durch zuständige Behörden muss immer ein aktuelles Bestandsregister in Papierform vorliegen. Es kann entweder handschriftlich oder elektronisch z. B. über ein Herdenmanagementprogramm wie dem LKV Sauenplaner erstellt werden. Vordrucke zum handschriftlichen Ausfüllen erhalten Sie hier. Die Aufbewahrungspflicht beträgt drei Jahre.

SCHAFE UND ZIEGEN KENNZEICHNEN UND REGISTRIEREN

Herkunftssicherung für Schafe und Ziegen

Seit 2004 ist die Kennzeichnung und Registrierung von Schafen und Ziegen nach der Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) verpflichtend. Seit 2013 müssen Tiere, die älter als 12 Monate sind, mit elektronischen Ohrmarken markiert werden. Dies gilt für Schafe und Ziegen, egal ob landwirtschaftlich genutzt oder als Hobby gehalten. Wir unterstützen Sie dabei.

Kennzeichnung:

Die Kennzeichnung von Lämmern und Ziegenkitzen erfolgt innerhalb von neun Monaten nach der Geburt, spätestens jedoch beim Verlassen des Geburtsbetriebes.

  • Schlachttiere, mit einer vorgesehenen Schlachtung bis zum 12. Lebensmonat, erhalten nur eine weiße Ohrmarke. Dabei setzt sich die Ohrmarkennummer aus der Balisnummer des Betriebes und dem Landkreis als KFZ-Zeichen zusammen.
    Das Bestellformular finden Sie hier.
    Ein Beispiel: Balisnummer DE 09 162 999 9999 und LKR Nr. 162 = KFZ-Zeichen M (für München) ergibt die OM-Nr. = DE 09 M 999 9999
  • Zuchttiere und andere Tiere, die länger als 12 Monate leben, werden durch zwei gelbe Transponder-Ohrmarken mit Einzelnummern markiert. Das Bestellformular finden Sie hier.

Folgende Preise fallen bei der Bestellung von Ohrmarken an.

Bei Verlust der Ohrmarke darf ein Schlachttier mit einer neuen weißen Ohrmarke markiert werden. Ein Zuchttier darf umgekennzeichnet werden, d. h. es wird eine neue Ohrmarkennummer vergeben. Das Tier wird mit dieser neuen Ohrmarkennummer an beiden Ohren markiert. Die Ohrmarke mit der alten Nummer muss entfernt werden. Die Umkennzeichnung ist im Bestandsregister zu vermerken.

Meldungen:

Übernahme von Schafen und Ziegen
Die Übernahme von kleinen Wiederkäuern muss nach der ViehVerkV innerhalb von sieben Tagen gemeldet werden. Sie können die Eingabe direkt in der HI-Tier Datenbank oder schriftlich über das LKV Bayern vornehmen. Für die Meldung über das LKV Bayern kann eine Kopie des Begleitpapieres verwendet werden.

Stichtagsmeldung zum 01.01. jeden Jahres

Halter von Schafen oder Ziegen sind verpflichtet, die Anzahl der am 01. Januar eines Jahres am Betrieb vorhandenen Tiere in der HI-Tier-Datenbank zu melden. Angegeben wird jeweils die Anzahl der Tiere in den einzelnen Altersstufen:

  • bis einschließlich 9 Monate
  • von 10 bis 19 Monate
  • und ab 19 Monate

 

Die Frist endet mit dem 14. Januar des entsprechenden Jahres. Sie können die Eingabe direkt in der HI-Tier Datenbank (kostenlos) oder schriftlich über die Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO) des LKV Bayern vornehmen (kostenpflichtig, siehe Preisliste). Meldeunterlagen werden Ihnen Ende Dezember automatisch von der Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO) des LKV Bayern zugesandt.

Aufgabe der Haltung von Schafen oder Ziegen
Die Meldefrist zur Stichtagsmeldung entfällt nur, wenn der Betriebstyp „Schafe“ oder „Ziegen“ vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fristgerecht zum 31.12. eines Jahres beendet wurde!

Meldefehler: Bei schriftlichen Meldungen an das LKV Bayern werden fehlerhafte Meldungen vom LKV Bayern nachgefragt. Melden Sie direkt über HI-Tier, erhalten Sie direkt einen Hinweis bei Unstimmigkeiten.

Dokumentation und Unterlagen:

Begleitpapier
Bei der Abgabe von Schafen und Ziegen müssen Sie dem neuen Besitzer ein Begleitpapier mitgegeben. Die Aufbewahrungsfrist für Begleitpapiere beträgt drei Jahre.

Bestandsregister
Bei Überprüfungen durch zuständige Behörden muss immer ein aktuelles Bestandsregister in Papierform vorliegen. Es kann entweder handschriftlich oder elektronisch, z. B. über ein Herdenmanagementprogramm wie den Herdenmanager für Ziegen und Schafe des LKV Bayern erstellt werden. Vordrucke zum handschriftlichen Ausfüllen erhalten Sie hier. Die Aufbewahrungspflicht beträgt drei Jahre. Seit 2013 müssen Tiere, die älter als 12 Monate sind, mit elektronischen Ohrmarken markiert werden.

TIERARZNEIMITTEL / ANTIBIOTIKA-DATENBANK (TAM)

Antibiotika-Anwendungen und der Tierbestand

Im Jahr 2014 wurde die Tierarzneimittel/Antibiotika-Datenbank (TAM) ins Leben gerufen und in die HI-Tier-Datenbank integriert. Hier melden Mäster, deren Tierbestand die gesetzlich festgelegten Untergrenzen überschreiten, einmalig die Nutzungsart und dann zweimal jährlich den Tierbestand, Bestandsveränderungen und den Antibiotikaeinsatz des letzten halben Jahres. Das Antibiotikamonitoring ist im Rahmen der 16. Novelle des Arzneimittelgesetztes ein Beitrag zu Erfassung und Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes bei Mensch und Tier.

Meldung der Nutzungsart:

Laut §58 des Arzneimittelgesetzes (AMG) besteht nach dem Beginn einer meldepflichtigen Tierhaltung eine einmalige Meldefrist der Nutzungsart innerhalb von 14 Werktagen in der TAM-Datenbank.

Sie können die Meldung online über die HI-Tier Datenbank (kostenlos) oder schriftlich mittels Meldeformular über die Abteilung Tierkennzeichnung und Registrierung (VVVO) des LKV Bayern tätigen (kostenpflichtig, siehe Preisliste).

Hier erhalten Sie begleitende Informationen zum Formular Nutzungsart. Hier finden Sie eine Anleitung zur Meldung der Nutzungsart in
HI-Tier. Ob Ihr Bestand meldepflichtig ist, erfahren Sie hier für die einzelnen Tierarten.

Meldungen von Tierbestand und Bestandsveränderungen:

Nach § 58 b des Arzneimittelgesetzes (AMG) muss halbjährlich der Tierbestand (jeweils zum 01.01. und 01.07. eines Jahres), sowie Bestandsveränderungen innerhalb des Kalenderhalbjahres gemeldet werden. Meldefrist ist jeweils 14 Tage ab Ende des Kalenderhalbjahres. Sie können online über die HI-Tier-Datenbank (kostenlos) oder schriftlich an das LKV Bayern (kostenpflichtig, siehe Preisliste) melden.
Meldeformulare für die Meldung an das LKV Bayern:

Hier erhalten Sie Hinweise zu den Formularen „Tierbestand/Bestandsveränderung“. Hier finden Sie eine Anleitung für die einfache Erfassung Ihres Bestandes.

Meldung von Antibiotika-Anwendungen / freiwillige Nullmeldung:

Nach § 58 b des Arzneimittelgesetzes (AMG) müssen Tierhalter mitteilungspflichtiger Nutzungsarten die von ihnen innerhalb eines Kalenderhalbjahres angewendeten Antibiotika in die HI-Tier-Datenbank melden. Die Meldefrist endet jeweils 14 Tage ab Ende des Kalenderhalbjahres.

Sie können online über die HI-Tier-Datenbank (kostenlos) oder schriftlich mittels Meldeformular Antibiotika-Anwendungen über das LKV Bayern melden (kostenpflichtig, siehe Preisliste). Hier erhalten Sie Hinweise zum Formular.

  • Anmeldung in HI-Tier und Einstieg in die Tierarzneimittel/Antibiotika-Datenbank
  • Punkt Eingabe Verwendung antibakteriell wirksamer Substanzen anklicken

So erstellen Sie Ihre Meldungen zur Antibiotika-Anwendung in HI-Tier:

  • Auswahl des Kalenderhalbjahres, dann auf Anzeigen klicken
  • Geben Sie die verwendeten Antibiotika nach Angaben Ihres Tierarztes ein
  • Zum Abspeichern auf Ändern/Speichern klicken
Freiwillige Nullmeldung:  

Wurden im Halbjahr keine  Antibiotika angewendet, kann eine freiwillige Nullmeldung in der HI-Tier-Datenbank erfolgen. So kann die kontrollierende Behörde erkennen, dass die Meldung vom Betrieb nicht vergessen wurde, sondern tatsächlich keine Antibiotika eingesetzt wurden.

Eingabe einer Tierhaltererklärung:

Eine Tierhaltererklärung ist nötig, wenn Sie Ihre Meldungen zu Antibiotikaanwendungen durch Dritte, z. B. Ihrem Tierarzt, ausführen lassen möchten. Die Eingabe der Tierhaltererklärung ist nur vom Tierhaltenden selbst in HI-Tier möglich.

Tierhalter-Versicherung:

Mit der schriftlichen Versicherung (nach §58b Abs. 2 Satz 2 des AMG) gegenüber der Veterinärbehörde bestätigen Sie, dass Sie sich an die Behandlungsvorgaben des Tierarztes gehalten haben und nicht davon abgewichen sind. Die Mitteilung ist ebenfalls halbjährlich, jeweils zum 01.01. und 01.07. eines Jahres vorzunehmen. Meldefrist ist jeweils 14 Tage ab Ende des Kalenderhalbjahres. Die Versicherung ist dann nötig, wenn Ihr Tierarzt Antibiotika zur selbstständigen Verabreichung an Sie abgegeben hat. Reichen Sie den ausgefüllten Vordruck bitte schriftlich an die zuständige Veterinärbehörde ein. Hinweise zur Tierhalterversicherung finden Sie hier.
Allgemeine Informationen und rechtliche Grundlagen zum Arzneimittelgesetz (AMG) finden Sie unter:

Vergabe von Vollmachten

Zusammenarbeit, Vernetzung und Hilfe durch Vollmachten

Mit der Vergabe einer Vollmacht können Dienstleister und Tierärzte Sie unterstützen.

Vollmachten digital vergeben:

So vergeben Sie Vollmachten über die HI-Tier-Datenbank:

  • Anmeldung mit Betriebsnummer und PIN auf hi-tier.de
  • Auf Menüpunkt weitere Abfragen und Funktionen klicken
  • Auf den Punkt Selbstverwaltung Vollmachten klicken
  • Zur Vergabe einer Vollmacht müssen Sie folgende Angaben einfügen:
    • Betriebsnummer des Bevollmächtigten
    • Art der Vollmacht (siehe hier)
    • Optional Datum „gültig von“ und „gültig bis“
  • Zum Speichern abschließend auf Einfügen klicken
Vollmachten schriftlich vergeben:

Das LKV Bayern ermöglicht Ihnen die Vergabe von Vollmachten anhand von schriftlich ausgefüllten Formularen für folgende Bereiche:
(kostenpflichtig, siehe Preisliste)

Weiter Informationen zu den verschiedenen Vollmachten finden Sie unter:

  • Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (Hi-Tier-Datenbank)
  • Zentrale InVeKoS Datenbank (ZID)
  • Nährstoffbilanzierung, Düngebedarfsermittlung und Düngeberatungssystem Stickstoff (DSN):

Formulare Und Preise

Alle Formulare und Angaben zu den aktuellen Beiträgen finden Sie hier.

Kontakt VVVO