Milchleistungsprüfung
Erzeugungs- und Qualitätsmonitoring

Milchleistungsprüfung

MLP für Rinder, Ziegen, Schafe - Allgemein

Die Grundlage für eine tiergerechte, ökologische und ökonomische Nutztierhaltung

Tiergesundheit, Fruchtbarkeit, Milchleistung – erfolgreiche Milcherzeuger nutzen die zahlreichen Kennzahlen aus der Milchleistungsprüfung (MLP) beim LKV Bayern. Umfassende, zuverlässige und praktische Angebote unterstützen die Landwirte beim Herdenmanagement.

Egal ob Rind-, Ziegen- oder Schafhalter – unsere MLP-Betriebsleiter wissen, dass die Milchleistungsprüfung (MLP) für ihr erfolgreiches Herdenmanagement unverzichtbar ist. Elf Mal jährlich wird dabei eine repräsentative Milchprobe jedes einzelnen Tieres gezogen. Die anschließende Milchuntersuchung durch den Milchprüfring Bayern (mpr) liefert den zuverlässigen Fett-, Eiweiß-, Harnstoff-, Zell- und Laktosegehalt. Wie der Name schon sagt, erfassen unsere geprüften Probenahmegeräte auch die Milchleistung. Mit dem LKV-Shuttle bieten wir Ihnen eine zuverlässige Probenahme für automatische Melksysteme an. Zu unserem speziellem Angebot für Betriebe mit automatischen Melksystem lesen Sie hier mehr. Alle Ergebnisse stehen den Tierhaltern in übersichtlichen Auswertungen im LKV-Herdenmanager zu Verfügung. Durch die zusätzliche Darstellung in der LKV-Rind App und dem Zwischenbericht per Post gibt es den passenden Zugang für jedes LKV-Mitglied.

Auf einen Blick finden Sie hier Aussagen zu:

• Energie- und Eiweißversorgung
• Stoffwechselrisiko 
• Eutergesundheit
• Leistungsentwicklung
• Melkbarkeit

Auf gute Zusammenarbeit – Ihr Leistungsoberprüfer (LOP)
Ihr Leistungsoberprüfer, kurz LOP, betreut Sie umfassend in allen Fragen rund um die Milcherzeugung. Er unterstützt Sie dabei, im Rahmen des Erzeugungs- und Qualitätsmonitorings die MLP-Ergebnisse richtig zu interpretieren und effektiv für die Einzeltierbetreuung zu nutzen.

Die MLP-Ergebnisse können so viel mehr
Die MLP-Ergebnisse sind die Basis für eine tiergerechte und wirtschaftliche Fütterung. Auch für zielorientierte LKV-Beratungsangebote sind MLP-Ergebnisse die optimale Grundlage. Anhand der umfangreichen LactoCorder-Messungen geben unsere Mitarbeiter Rückmeldungen über Melkbarkeit, Melkroutine und Einstellungen der Melktechnik. Ergebnisse der Milchleistungsprüfung ermöglichen darüber hinaus die Zuchtwertschätzung und somit die gezielte Anpaarung jedes einzelnen Tieres entsprechend seiner Stärken und Schwächen, damit Sie Ihre individuellen Zuchtziele erreichen.

MLP-ONLINE inklusive Herdenmanager

Für das erfolgreiche Herdenmanagement

Der LKV-Herdenmanager und die LKV-Rind App unterstützt Sie mit Funktionen rund um die Einsicht von Probemelkergebnissen, Abstammungsdaten, den HIT-Meldungen sowie dem Gesundheitsmonitoring und dem Fruchtbarkeitsmanagement.
Der Betriebsvergleich ermöglicht Ihnen, sich mit anderen Betrieben zu vergleichen bzw. objektiv die Entwicklung Ihres Betriebes über die Zeit zu beurteilen. Der Nachrichtendienst unterstützt Sie bei der Organisation wichtiger Dokumente.

MLP-Online ist die zentrale Informationsplattform für unsere LKV-Mitgliedsbetriebe in der Milchleistungsprüfung (MLP).
Nach erfolgreicher Anmeldung mit PIN und Betriebsnummer aus dem HI-Tier stehen Ihnen folgende Servicemodule zur Verfügung:

Die LKV-Rind App bietet die optimale Ergänzung zum LKV-Herdenmanager. Sie bietet Einblick in nahezu alle Bereiche des
LKV-Herdenmanagers und das bequem auf Handy oder Tablet.

Stoffwechselmonitoring

Das Frühwarnsystem für den Stoffwechsel

Das Frühwarnsystem basiert auf der Untersuchung von Milchinhaltsstoffen und zeigt auf einen Blick im LKV-Herdenmanager bzw. dem LKV Zwischenbericht Tiere mit erhöhtem Risiko für Stoffwechselerkrankungen.

In Zusammenarbeit mit dem Milchprüfring Bayern und der Klinik für Wiederkäuer mit Ambulanz und Bestandsbetreuung der LMU München wurde ein System entwickelt, das für Kühe im Zeitraum vom 5. bis zum 50. Laktationstag eine Aussage über deren Stoffwechsel- und Ketose-Risiko treffen kann. Das Stoffwechselmonitoring beruht auf der Untersuchung von Milchinhaltsstoffen anhand von Infrarotspektren. Dabei zeigen zwei Stoffwechselmodule an, welche Tiere ein erhöhtes Risiko für eine verstärkte Fettmobilisierung oder Ketose innerhalb der ersten fünf bis fünfzig Laktationstage aufweisen. Die Ergebnisse werden im Zwischenbericht ausgewiesen. Seit August 2020 können Sie die Ergebnisse Ihrer Kühe auch digital im LKV-Herdenmanager abrufen (Betriebsmodul – Stoffwechselmonitoring).

Die Auswertungen bestehen aus zwei Masken:

  • Startmaske mit Überblick der Ergebnisse je Probemelktermin auf Betriebsebene
  • Detailmaske mit Überblick der Einzeltierergebnisse des jeweiligen Probemelkens
Wie werden die Ergebnisse angezeigt?

Hohes Risiko:
Bei einem hohen Risiko treten infolge einer sehr starken Stoffwechselbelastung (massiver Fettabbau und/oder erhebliche Ketonkörperbildung) deutliche Veränderungen in den Milchinhaltsstoffen bzw. den Infrarotspektren auf. Der Stoffwechsel der betroffenen Kuh scheint enorm belastet zu sein, eine Ketose-Erkrankung ist sehr wahrscheinlich oder bereits vorhanden.

Mittleres Risiko:
Bei einem mittleren Risiko lassen sich mit Hilfe der Infrarotspektroskopie erste Hinweise finden, die auf einen erhöhten Fettabbau und/oder auf erhöhte Ketonkörperwerte hindeuten. Eine übermäßige Belastung des Stoffwechsels ist wahrscheinlich.

Geringes Risiko:
Zeigen beide Module ein geringes Risiko an, so ist der Stoffwechsel der Kuh mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit stabil.

Tabellarische Darstellung der Tiere zwischen dem 5. und 50. Laktationstag und deren Ergebnissen im Stoffwechsel- und Ketose-Risiko

FAQs zum Thema Stoffwechselmonitoring:

Aufgrund der negativen Energiebilanz infolge verminderter Futteraufnahme und erhöhten Energiebedarfs in dieser Phase (fetales Wachstum und spätere Milchproduktion), wird in der Spätträchtigkeit und frühen Laktation verstärkt Körperfett abgebaut.
Dies ist im gewissen Maß physiologisch bedingt und führt erst zu Problemen, wenn die regulatorischen Mechanismen nicht funktionieren. Die aus dem Körperfett freigesetzten freien Fettsäuren (NEFAs) werden in die Leber transportiert und können dort entweder gespeichert (Fettleber -> Funktionsverlust des Lebergewebes -> Ketose), ausgeschleust (bei Wiederkäuern leider nur in sehr geringem Maß möglich) oder unvollständig zu Ketonkörpern z.B. Beta-Hydroxybutyrat (BHB) oxidiert werden. Ketonkörper sind
per se also erstmal ein Energielieferant in Energiemangelsituationen. Ein verstärkter Fettabbau mit überschießender Ketonkörperbildung führt aber zu negativen Auswirkungen auf Produktivität und Gesundheit.

Das Stoffwechselmonitoring beruht auf der Untersuchung der Milchproben mittels Infrarotspektroskopie (IR). Die IR ist ein physikalisch-chemisches Analyseverfahren, welche auf die Bestrahlung der Milch mit IR Strahlen verschiedenster Wellenlängen basiert. Durch die Aufnahme der Energie der IR Strahlen werden die Molekülbindungen der enthaltenen Inhaltsstoffe (Fett, Eiweiß, Laktose, Harnstoff…) zum Schwingen gebracht. Jede Molekülbindung hat gewisse Wellenlängen, von denen sie angeregt wird.
Die austretende Strahlung wird entsprechend abgeschwächt und diese Abschwächung von einem Detektor analysiert. Als Maß für die Abschwächung dient die Extinktion. Diese ist proportional zur Konzentration der Molekülbindung / Moleküls / Inhaltsstoffes. So können bei verschiedenen Wellenlängen verschiedene Inhaltsstoffe quantitativ nachgewiesen werden.

Bei dem Stoffwechselmonitoring werden nun die Infrarotspektren (Gesamtheit der Extinktionen über alle verwendeten Wellenlängen des IR-Lichts) von Tieren mit und ohne verstärkten Körperfettabbau bzw. mit und ohne Ketose miteinander verglichen. Somit können Veränderungen der Inhaltsstoffe, welche bei einem verstärktem Körperfettabbau bzw. einer Ketose auftreten (erhöhter Milchfettgehalt, erhöhte Ketonkörperkonzentration, etc.) schnell erkannt werden. Anhand der Gesamtheit der Unterschiede zwischen „kranken“ und „gesunden“ Tieren wurde dann die Doppelampel entwickelt.

Mittels der Infrarotspektroskopie können alle Veränderungen der Milchinhaltsstoffe nachgewiesen werden, welche bei Problemen des Energiestoffwechsels (verstärkter Körperfettabbau / erhöhte Ketonkörperbindung) auftreten. Ein veränderter FEQ wird also auch indirekt nachgewiesen und trägt sicherlich zum Großteil der Abweichungen bei, zusätzlich existieren aber auch noch andere Inhaltsstoffe (z.B. Milch-BHB) welche bei einer Erkrankung abweichen und durch den FEQ nicht erfasst werden können. Dies führte in unserer Studie zu einer besseren Erkennung der Ketose durch das Stoffwechselmonitoring im Vergleich zum FEQ.

Die beiden Module sind erstmal getrennt zu interpretieren: das Stoffwechselmodul muss als Frühwarnsystem verstanden werden. Diese zeigt nur den Grad des Körperfettabbaus an und steht erstmal in keinem Zusammenhang mit einer Ketonkörperbildung. Erhöhter Körperfettabbau kann in einem zweiten Schritt aber zu einer Ketose führen, das Ketosemodul schlägt in diesem Fall an.

Deshalb kann:

  • ein mittleres / hohes Stoffwechselrisiko bei einem geringen Ketoserisiko angezeigt werden, wenn die Kuh verstärkt Körperfett abbaut, die NEFAs aber in die Leber eingebaut oder noch nicht zu Ketonkörpern oxidiert wurden (die Milchkuh steht quasi zwischen den beiden Stoffwechselvorgängen Körperfettabbau und Ketonkörperbildung)
  • ein geringes Stoffwechselrisiko bei einem mittleren / hohen Ketoserisiko  auftreten, wenn der Körperfettabbau bereits wieder abgeklungen ist und wenig NEFAs im Blut zirkulieren, die vorher daraus entstandenen Ketonkörper aber noch erhöht sind.

Da mithilfe des Stoffwechselmonitorings nur Unterschiede in der Milchzusammensetzung festgestellt werden, welche auf verstärkten Körperfettabbau und / oder erhöhte Ketonkörperbildung zurückzuführen sind, kann damit keine Azidose festgestellt werden.

Grundsätzlich stellt das entwickelte Stoffwechselmonitoring ein Warnsystem dar, welche keine tierärztliche Diagnose ersetzen kann und will, sondern als Zusatztool zur Erkennung gefährdeter Tiere entwickelt wurde. Auffällige Tiere mit mit mittlerem / hohem Risiko sollten dem Tierarzt vorgestellt und weitere diagnostische Maßnahmen durchgeführt werden. Dies können z. B. eine Blutketonkörpermessung, Harn- und Milchketontests oder auch die Interpretation des Fett / Eiweiß Quotienten (FEQ) sein.
Dabei ist das Modell so gewählt, dass eine größtmögliche Zuverlässigkeit der Meldung “geringes Risiko” erreicht wird, da diese unserer Erfahrung nach deutlich weniger beachtet werden als die Meldungen “mittleres” und “hohes Risiko”. Zudem haben Tiere mit “geringem Risiko” bei weitem den größten Anteil an allen Meldungen. Damit muss aber in Kauf genommen werden, dass die Meldungen”mittleres” und “hohes Risiko” eine etwas geringere Trefferrate aufweisen. Bei diesen Meldungen wird aber immer eine weiterführende Diagnostik empfohlen, sodass gesunde Tiere mit diesen weiterführenden Maßnahmen sicher erkannt werden. Das Stoffwechselmonitoring dient also in erster Linie zur Erkennung gesunder Tiere, damit die Aufmerksamkeit gezielt auf die Risikotiere der Herde gelegt werden kann.

Pro gesund

Fit in Sachen Gesundheit

Stoffwechsel, Eutergesundheit, Fruchtbarkeit, Klauengesundheit und Kälbergesundheit, Beobachtungen, Diagnosen und Behandlungen. Mit Pro Gesund behalten Sie jederzeit den Überblick über die wichtigsten Gesundheitsthemen und erhalten wertvolle Unterstützung bei wichtigen Managemententscheidungen.

Mit Pro Gesund bieten wir Ihnen eine freiwillige und kostenlose Onlineanwendung für das Gesundheitsmonitoring Ihrer Herde an. Damit haben Sie die Möglichkeit, Ihre MLP Daten optimal zu nutzen um Probleme der Tiergesundheit frühzeitig zu erkennen und wirksam entgegenzusteuern. Umfangreiche Auswertungen liefern wertvolle Unterstützung bei allen Managemententscheidungen, helfen bei der zuverlässigen Gesundheitszuchtwertschätzung und führen so zu einer nachhaltigen Verbesserung von Wirtschaftlichkeit und Tiergesundheit.

Als Pro Gesund Mitglied stehen Ihnen folgende Module zur Verfügung:

  • Eutergesundheit
  • Stoffwechsel
  • Fruchtbarkeit
  • Kälbergesundheit
  • Klauengesundheit

Zusätzlich zu Daten aus der MLP und eingetragenen Beobachtungen und Diagnosen werden in Zukunft auch verstärkt Schnittstellen zu anderen Organisationen/Programmen aufgebaut. Schon jetzt können Sie, falls gewünscht, z.B. die Ergebnisse der bakteriologischen Untersuchung des TGD oder die dokumentierten Klauenbefunde Ihres Klauenpflegers automatisiert an die Pro Gesund Datenbank übertragen lassen. Zudem gibt es für Landwirte die Möglichkeit, den betreuenden Hoftierarzt anzugeben, welcher (falls er ebenfalls bei Pro Gesund teilnimmt) die Auswertungen für die Integrierte Tierärztliche Bestandsbetreuung seiner Betriebe nutzen kann.

Um den Datenschutz zu gewährleisten sind dafür zusätzliche Teilnahmeerklärungen nötig. Eine Kurzbeschreibung aller Teilnahmeerklärungen finden Sie hier

Die Einverständniserklärung zur Teilnahme finden Landwirte und Tierärzte unter Formulare und Preise. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, der Übermittlung folgender Daten für die Analyse in Pro Gesund an das LKV Bayern e. V. zuzustimmen:

  • Ergebnisse der bakteriologischen Untersuchung von Milchproben durch den Tiergesundheitsdienst
  • Schlachtbefunde durch den Fleischprüfring Bayern e. V.
  • Klauenbefunde durch den Klauenpfleger
  • Auswahl an Fruchtbarkeitsbefunden durch den Besamungstechniker des BVN
 

Hier geht es zum Login für Landwirte.

Hier geht es zum Login für Tierärzte.

Weitere Informationen erhalten Sie bei ihrem Leistungsoberprüfer oder unter der Pro Gesund Hotline: +49 89 – 544 348 -960
oder dem Pro Gesund Postfach: progesund@lkv.bayern.de

PAG-test

Der Trächtigkeitstest aus der Milch

Mit dem PAG-Test können einfach über die Milch Trächtigkeiten festgestellt werden. Bei der Teilnahme an PAG-Test HerdePlus und HerdeComfort werden Milchproben von Tieren im definierten Zeitraum nach der Kalbung ganz bequem automatisch untersucht.

Trächtigkeiten ohne zusätzlichen Aufwand und ohne Risiko fürs Tier bestimmen? Das geht für unsere Mitglieder ganz einfach mit
dem PAG-Test (pregnancy associated glycoprotein Test) aus der Milch. In Zusammenarbeit mit dem Milchprüfring Bayern (mpr) bieten wir Ihnen eine Untersuchung der Trächtigkeit ab dem 28. Tag nach der Besamung an. Das Labor weist dabei spezielle Eiweißbaustoffe nach, die nur während der Trächtigkeit in der Plazenta gebildet werden und auch in die Milch gelangen. Die letzte Kalbung sollte mindestens 60 Tage zurückliegen.

Wir bieten Ihnen den PAG-Trächtigkeitstest in vier Varianten an:

  • KuhPM (Test für einzelne Kuh innerhalb des Probemelkens (PM))
  • KuhEinzel (Test für einzelne Kuh außerhalb des PM)
  • HerdePlus (automatischer Frühträchtigkeitstest und Bestätigungstest)
  • HerdeComfort (automatischer Frühträchtigkeitstest und Bestätigungstest sowie zusätzlichem Spätträchtigkeitstest
    ab dem 160. Trächtigkeitstag)

Eine korrekte Probenahme vorausgesetzt, erreicht das Ergebnis des PAG-Tests 98,8 Prozent Sicherheit. Besonders bei der
automatischen Milchprobennahme am hofeigenen Milchmengenmessgerät, z. B. einem automatischen Melksystem, muss eine exakte Funktionsweise gewährleistet sein, da die Verschleppung von Milchresten das Testresultat verfälschen kann. Sobald neue Ergebnisse verfügbar sind, erhalten Sie über die LKV-Info App eine Nachricht. Ergebnisse können im LKV-Herdenmanager und in der LKV-Rind App immer aktuell abgerufen werden. Auf Wunsch verschicken wir die Resultate zusätzlich per Post. 

Die Anmeldungsformulare zum PAG-Test erhalten Sie hier oder bei Ihrem LOP.

AMS - das Automatische Melksystem

Eine wertvolle Kombination für innovative Betriebe

Moderne Melktechnik wie ein Melkroboter oder eine hofeigene Milchmengenmessanlage werden durch die Milchleistungsprüfung optimal ergänzt und schließen einander keinesfalls aus. Genaue Einzelkuhergebnisse werden vereint mit Zusatzinformationen rund um das automatische Melken aber auch mit Informationen über Tiergesundheit, Besamungen und Trächtigkeitsstatus.

Die Kombination von Milchleistungsprüfung und Automatischen Melksystem bietet zahlreiche Vorteile, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Führen Sie mit Ihrem Melkroboter oder einer anderen hofeigenen Milchmengenmessanlage die Milchleistungsprüfung durch, sorgen unsere Mitarbeiter für eine zuverlässige und genaue Datenerfassung durch regelmäßige Kalibrierung der Messeinheiten. Datenschutz und Datensicherheit haben oberste Priorität. Das LKV Bayern e.V. führt eine unabhängige und zentrale Datenplattform und Ihre Daten gehören Ihnen.

Im Gegensatz zum Melksystem sichern wir die Daten Ihrer Tiere nicht nur temporär, sondern langfristig. Neben den Ergebnissen der Milchleistungsprüfung erfassen wir Abstammungsinformationen und bieten damit die Grundlage für die Zucht im eigenen Betrieb aber auch für die hiesige Zuchtwertschätzung und die Viehvermarktung. Darüber hinaus ermöglichen wir Ihnen den Vergleich Ihres Betriebes mit denen von Berufskollegen. Zusätzlich können Sie auch die Entwicklung Ihrer Kennzahlen über die Zeit verfolgen.

Der LKV-Herdenmanager ist mit einem eigenen AMS-Modul ausgestattet. Sofern Sie die Daten Ihres Melksystems per ADIS Daten in unsere Datenbanken übertragen, stehen Ihnen die Leistungen des Moduls zur Verfügung. Aus den Daten entstehen Auswertungen und Grafiken auf Betriebs- und Einzeltierebene, die über die Auslastung des Melkroboters informieren und auf Tiere, die zu früh oder zu spät zum Melken kommen, hinweisen. So kann die Ausnutzung des Automatischen Melksystems optimiert, die Tiergesundheit gesteigert und auch Kosten eingespart werden.

Den Antrag auf Lieferung der Ergebnisse der Milchleistungsprüfung nach ADIS-Standarddatensatz finden sie hier.

Weitere Zusatzangebote, die mit der Teilnahme an der Milchleistungsprüfung verbunden sind das Stoffwechselmonitoring zur Früherkennung von Stoffwechselerkrankungen, das Gesundheitsmonitoring Pro Gesund sowie der PAG-Trächtigkeitstest aus der Milch. Darüber hinaus arbeiten wir ständig daran, weitere nützliche Zusatzangebote rund um das automatische Melken anbieten zu können.

Für die Milchleistungsprüfung mit Melkroboter empfehlen wir das LKV-Shuttle. Es arbeitet unabhängig vom Fabrikat des Automatischen Melksystems (AMS) und ist in Bayern flächendeckend verfügbar. Das Probenahmegerät besteht aus einem praktischen Aluminiumkoffer der 90 Flaschen fasst und automatisch befüllt. Nutzer profitieren von unserem Bring- und Abholservice und können sich auf ein sauberes und funktionstüchtiges Gerät freuen.

Hinweis: Zuverlässige Ergebnisse aus dem PAG-Test setzen die richtige Einstellung des AMS zur Probenahme voraus. Rückstände in den milchleitenden Teilen müssen hierfür ausgeschlossen werden.

MILCHMENGENMESSGERÄTE​

RICHTIG MESSEN – MEHR WISSEN

Professionelles Herdenmanagement basiert auf korrekten Messergebnissen. Nur in Bayern wird die Milchleistungsprüfung nahezu flächendeckend mit dem elektronischen und multifunktionalen Messgerät LactoCorder durchgeführt.

In der Milchleistungsprüfung kommen unterschiedliche Milchmengenmessgeräte zum Einsatz. Voraussetzung ist eine Zulassung durch die ICAR und die regelmäßige Überprüfung durch LKV-Mitarbeiter nach DLQ-Richtlinien.

Ein Großteil unserer Mitgliedsbetriebe entscheidet sich für den LactoCorder in der MLP. Das elektronische Milchmengenmessgerät zieht automatisch eine repräsentative Milchprobe. Während einer Melkung zeichnet das Gerät die Milchflusskurve auf, bestimmt die Melkbarkeit und misst die Leitfähigkeit. LOPs geben anhand der gemessenen Kennzahlen wertvolle Tipps rund ums Melken.

Nach dem Probemelken reinigt die Melkanlage den LactoCorder mit. Dabei erfasst er den Temperaturverlauf, die Leitfähigkeit in der Reinigungsflüssigkeit sowie die Zeiträume der Reinigungsphasen. Das Reinigungsmonitoring unterstützt Sie bei der effizienten Einstellung der Anlage. So halten Sie die Keimzahlen in der Milch niedrig und schonen Ressourcen.

Bayern ist übrigens das einzige Bundesland mit nahezu flächendeckendem Einsatz des LactoCorders.

Alternativ zum LactoCorder kann der Truetester zum Einsatz kommen. Das Durchflussmessgerät scheidet während der Melkung einen festgelegten Anteil der Milch in seinen Messzylinder ab. Anschließend wird die Milch in ein sauberes Gefäß umgefüllt und durchmischt. Schließlich wird die Milchprobe für die Untersuchung auf Milchinhaltsstoffe beim Milchprüfring Bayern e. V. (mpr) gezogen.

Hofeigene Milchmengenmessanlagen und automatische Melksysteme kommen auf immer mehr Betrieben zum Einsatz. Für die Zulassung zur Milchleistungsprüfung werden diese Anlagen jährlich von einem LKV Mitarbeiter überprüft. Darüber hinaus müssen die Messgeräte beim internationalen Ausschuss für Leistungsprüfung ICAR als Messgerät zugelassen sein.

Melkbarkeitsprüfung

Grundlage für Gesunde Euter und zügiges Melken

Die Melkbarkeit zu kennen, ermöglicht bei Melktechnik und Zucht die richtigen Entscheidungen zu treffen und damit die Eutergesundheit zu erhalten und einen zügigen Melkvorgang zu ermöglichen.

Gute Melkbarkeit ist nicht nur eine Voraussetzung für zeitsparendes Melken, sie schont auch das Euter und beugt Eutererkrankungen vor. Daher zeichnet der LactoCorder beim Probemelken grundsätzlich die Milchflusskurve auf. Diese Messungen bieten wichtige Anhaltspunkte für Zucht- und Managemententscheidungen der Tierhalter und fließen in die Zuchtwertschätzung ein.

Besondere Bedeutung kommt auch den Einstellungen der Melkanlage und der optimalen Organisation der Melkabläufe zu. Es lohnt sich, gemeinsam mit Ihrem LOP die Milchleistungskurven und Melkbarkeitsparameter anzuschauen. Bei auffälligen Werten helfen unsere Profis aus der LKV-Melk- oder Anpaarungsberatung gerne weiter.

Unser Beitrag zur Tierzucht

Gemeinsam mit den Abstammungsdaten sind die Probemelkergebnisse Grundlage der Zuchtwertschätzung und damit auch der gezielten Anpaarung.

Das LKV Bayern erfasst im Rahmen der Milchleistungsprüfung eine Vielzahl relevanter Daten aus der Tierhaltung. Hinzu kommen eigene Eingaben der Betriebsleiter im LKV-Herdenmanager und Daten von Partnerorganisationen aus der Tierhaltung. Die Bündelung
und Verwaltung dieser Informationsflut übernimmt unsere innovative Datenbankstruktur aus dem Rinderdatenverbund (RDV ).

So ermöglichen wir durch Datenvernetzung optimale Ergebnisse in allen Bereichen der Tierzucht:

Dreimal jährlich erfolgt die Zuchtwertschätzung für Bullen und Kühe . Sie dient als Grundlage der gezielten Anpaarung und somit der gesamten Zuchtarbeit. Das LKV Bayern liefert alle Grunddaten zur Durchführung der Zuchtwertschätzung. Zusätzlich unterstützen wir Sie mit der LKV-Anpaarungsberatung und dem Programm OptiBull bei der perfekten „Partnerwahl“.

Die genomische Selektion trägt entscheidend zur Beschleunigung des Zuchtfortschritts, besonders bei Gesundheits- und Fitnessmerkmalen, bei. Aufgrund der enormen Datenmengen benötigt die Genomanalyse ein ausgefeiltes Datenmanagement. Das LKV Bayern verwaltet die Genomdatenbank in Zusammenarbeit mit der ZuchtData in Wien für Fleckvieh europaweit, sowie für Braunvieh in Bayern, Baden-Württemberg und Österreich.

  • Unsere EDV-Tools wählen Bullenmütter entsprechend den Zielvorgaben aus den Zuchtprogrammen aus.
  • Rinderzuchtverbände nutzen aktuelle Informationen zur Abwicklung von Zucht- und Nutzviehmärkten aus unserer
    RDV-Datenbank.
  • Durch den ständigen Austausch mit Besamungsstationen werden Belegungsdaten in die Rinderdatenbank integriert. Praktische Auswertungen im LKV-Herdenmanager und der LKV-Rind App helfen Ihnen beim effektiven Fruchtbarkeitsmanagement. Zudem unterstützt der Datenaustausch Programme zur automatischen
    Trächtigkeitsüberwachung (PAG-Test).
  • Das LKV Bayern übernimmt im Auftrag des Landesverbandes Bayerischer Rinderzüchter (LBR) die EDV-Unterstützung der Herdbuchführung für alle Rassen der Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzuchtverbände (ASR).

Für die Bündelung aller Informationen aus der Ziegenhaltung nutzen wir eine gemeinsame Datenbankstruktur mit dem Ziegendatenverbund  (ZDV). Die länderübergreifende Zuchtwertschätzung für Böcke und Ziegen erfolgt einmal jährlich. Das LKV Bayern liefert alle relevanten Daten aus Bayern zur Durchführung der Zuchtwertschätzung.

Formulare Und Preise

Alle Formulare und Angaben zu den aktuellen Preisen finden Sie hier.

Kontakt MLP