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    • Meldungen
    • Kenn­zeich­nung
    • Do­ku­men­ta­ti­on

Schweine

Ziel der Schweinedatenbank ist es beim Auftreten von Tierseuchen, insbesondere der Schweinepest oder auch der Maul- und Klauenseuche, die Herkunft sowie alle Aufenthaltsorte der Schweine schnell zu ermitteln. Denn nur so kann eine zielgerichtete und effektive Seuchenbekämpfung erfolgen.

Die für diesen Zweck erforderlichen Daten und Meldungen werden im Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) erfasst und gespeichert.

Schwein

Die gesetzlichen Vorgaben zur Kennzeichnung und Registrierung von Schweinen sind Cross-Compliance-relevant und wirken sich im Fall von Beanstandungen auf die Direktzahlungen aus.

Ausführliche Informationen zum jeweils aktuellen Stand finden Sie in den Checklisten der Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und im Bereich Förderwegweiser des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Meldungen

Bewegungen (Meldung der Übernahme von Schweinen)

Um den Aufwand für Schweinehalter möglichst gering zu halten, ist im Gegensatz zur Rinderdatenbank lediglich die Übernahme von Schweinen zu melden.

Geburt, Abgang, Ausfuhr, Hausschlachtung, Verendung, Tötung und Schlachtung werden in HI-Tier nicht erfasst. Der Betrieb muss diese Ereignisse allerdings in seinem Bestandsregister vermerken.

Jeder Schweinehalter (landwirtschaftlicher oder sonstige nicht-landwirtschaftlicher) ist verpflichtet die Übernahme von Schweinen schriftlich über die Regionalstelle oder direkt in HI-Tier zu melden.

Die Meldung umfasst folgende Angaben:
  • Aufnehmender Betrieb: Betriebsnummer 12-stellig
  • Abgebender Betrieb: Betriebsnummer 12-stellig oder
    leer wenn abgebender Betrieb außerhalb Deutschlands (z.B. Einfuhr aus Österreich)
  • Zugangsdatum: Datum der Übernahme
  • Anzahl übernommener Schweine
  • Herkunftsland: wenn abgebender Betrieb außerhalb Deutschlands
    z.B. Österreich entweder numerisch (040) oder als Alphacode (AT)

Meldefrist:

7 Tage

Kosten:

ge­bühr­en­pflich­tig
  • Vom LKV über Vordruck oder formlos erfasste Übernahmemeldungen
  • Übernahmemeldungen, die über ein Jahr zurückliegen, da diese nur über das LKV gemeldet werden können
ge­bühr­en­frei Vom Tierhalter direkt in HI-Tier eingegebene Meldungen

Vordrucke

Einzelmeldung (Postkarte)

Die Vordrucke können beim LKV bestellt werden.
Tel: 089 / 54 43 48 - 71, Fax: 089 / 54 43 48 - 70
Die Unterlagen werden wöchentlich verschickt.
Bitte ausreichend frankieren. Nur ausreichend frankierte Sendungen werden angenommen!

Stich­tags­mel­dung

Zum 1. Januar (Stichtag) eines jeden Jahres ist der im Betrieb befindliche Bestand an Schweinen entsprechend den unten aufgeführten Tiergruppen zu melden. Diese Verpflichtung gilt unabhängig davon, ob sich an diesem Tag tatsächlich Schweine im Bestand befinden.

Die Stichtagsmeldung für das laufende Jahr kann

  • frühestens am 01. Januar erfolgen
  • schriftlich über die Regionalstelle (LKV Bayern) oder direkt in HI Tier erfolgen
Die Meldung umfasst folgende Angaben:
  • Anzahl: Zuchtsauen
  • Anzahl: Ferkel bis einschließlich 30kg
  • Anzahl: Sonstige Zucht- und Mastschweine über 30kg

Meldefrist:

bis 15. Januar

Kosten:

ge­bühr­en­pflich­tig
  • Vom LKV über Vordruck oder formlos erfasste Übernahmemeldungen
  • Übernahmemeldungen, die über ein Jahr zurückliegen, da diese nur über das LKV gemeldet werden können
ge­bühr­en­frei Vom Tierhalter direkt in HI-Tier eingegebene Meldungen

Vordrucke

Betriebe, die in HI-Tier als Schweinehalter (Betriebstyp = 31 „landwirtschaftlicher Schweinehalter“) geführt werden und die Stichtagsmeldungen des laufenden Jahres nicht online in HI-Tier vorgenommen haben, erhalten in der 2. Dezemberhälfte eine Benachrichtigung durch das LKV.

Text der Benachrichtigung: Stichtagsmeldung (Text als pdf) Linkziel wird noch geliefert

Meldebogen: Formular Linkziel wird noch geliefert

Aufgabe der Schweinehaltung

Die Stichtagsmeldung entfällt nur, wenn der Betriebstyp „Landwirtschaftlicher Schweinehalter“ unverzüglich und fristgerecht (vor dem 01.01) beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) beendet wurde. Solange dieser Betriebstyp in HI-Tier hinterlegt ist, besteht die Verpflichtung zur Stichtagsmeldung. Das LKV ist nicht berechtigt Betriebstypen zu beenden.

Die Meldung der Anzahl „0“ bei allen drei Tiergruppen gilt nicht als Betriebsaufgabe, denn diese Angabe besagt nur, dass am 01.01 keine Schweine gehalten wurden, wobei völlig unklar ist, ob nicht doch geplant ist, im Laufe des Jahres wieder Tiere zu halten.

Wird trotz Aufgabe der Schweinehaltung der Meldebogen ausgefüllt zurückgeschickt, gilt dies als gebührenpflichtige Stichtagsmeldung.

Ausnahmen

Viehhändler, Sammelstellenbetreiber, Schlachtstätten, Transportunternehmen und Zuchtverbände

(i.d.R. Betriebstyp = 32 „Schweinehalter /sonstige nicht landwirtschaftliche Schweinehalter“) sind rechtlich nicht zur Stichtagsmeldung verpflichtet.

Kenn­zeich­nung

Regeln

  • Schweine müssen spätestens nach dem Absetzten mit einer Ohrmarke (weiß) gekennzeichnet werden.
  • Verliert ein Schwein seine Ohrmarke, muss es nachgekennzeichnet werden. Befindet es sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf dem Geburtsbetrieb, kann auch eine Ohrmarke mit der Betriebsnummer des aktuellen Halters verwendet werden.

    Eine Ausnahme von der Nachkennzeichnungspflicht gilt nur für Endmastbetriebe, wenn die Schweine unmittelbar an eine Schlachtstätte abgeben und mit einem Schlagstempel gekennzeichnet sind, so dass der abgebende Betrieb unmittelbar identifiziert werden kann.

Aufbau der Kennzeichen

Die Ohrmarke enthält neben DE für Deutschland die Betriebsnummer des Geburts- bzw. Haltungsbetriebes. Die Landkreisnummer wird als Kraftfahrzeugkennzeichen angegeben.

Beispiel: DE KFZ 123 4567

Das Sortiment

Eine Übersicht der angebotenen Produkte mit passender Ohrmarkenzange finden Sie in unserer Übersicht (pdf-Dokument).

Kosten

Bestellung

Die Bestellung vom Kennzeichen muss schriftlich mit einem Bestellformular erfolgen. Bestellformulare können auch telefonisch oder schriftlich bei uns angefordert werden.

Sollten Sie bereits einmal beim LKV Ohrmarken bestellt haben, wird bei der Lieferung in vielen Fällen Nachbestellbogen beigelegt.

Wir bitten Sie bei der Bestellung von Ohrmarken für Schweine folgende Hinweise zu beachten:

  • Wichtig ist, dass Sie nur vollständig ausgefüllte und ausreichend frankierte Formulare an die vorgedruckte LKV-Adresse senden.
  • Bei vorgedruckten Formularen sollte unbedingt geprüft werde, ob die Angaben zu Ihrem Betrieb auch korrekt sind.
  • Die Bestellungen werden alle 14 Tage bearbeitet und an den gewünschten Hersteller weitergeleitet.

Damit immer ausreichend Ohrmarken zur Verfügung stehen sollte die Bestellung unbedingt rechtzeitig erfolgen, da die Lieferzeiten bis zu 4 Wochen betragen können.

Kennzeichnung von Tieren aus EU-Mitgliedsstaaten

Schweine, die aus EU-Mitgliedsstaaten eingeführt werden, behalten ihre ursprüngliche Kennzeichnung.

Kennzeichnung von Tieren aus Drittländern

Schweine, die aus Drittländern eingeführt werden, müssen neu gekennzeichnet werden. Die ursprüngliche Kennzeichnung oder eine evtl. noch vorhandene Kennzeichnung des Herkunftslandes muss im Bestandsregister vermerkt werden.

Do­ku­men­ta­ti­on

Bestandsregister

Jeder Halter von Schweinen ist verpflichtet ein Bestandsregister zu führen, das folgende Informationen enthält:

  • Name, Anschrift und Registriernummer des Betriebes
  • Gesamtanzahl der am Stichtag 01.01 gehaltenen
    • Zuchtsauen
    • Sonstige Zucht- und Mastschweine über 30 kg
    • Ferkel bis 30 kg
  • Zugänge einschließlich Geburten im eigenen Betrieb mit
    • Anzahl
    • Kennzeichen (Spalte 3)
    • Zugangsdatum (Spalte 4a)
    • Name und Adresse oder Registriernummer des vorherigen Tierhalter oder Geburt im eigenen Betrieb (Spalte 4b)
  • Abgänge und Todesfälle
    • Anzahl
    • Kennzeichen (Spalte 3)
    • Zugangsdatum (Spalte 4a)
    • Name und Adresse oder Registriernummer des vorherigen Tierhalter oder Geburt im eigenen Betrieb (Spalte 4b)

    Die Angaben zu Kennzeichen Datum sowie die Adressinformationen bei Zu- und Abgang können auch aus anderen Unterlagen hervorgehen. Diese müssen dann dem Bestandsregister als Kopie in chronologischer Reihenfolge beigelegt werden und in der Spalte 7 „Bemerkungen“ ist auf die entsprechenden Unterlagen zu verweisen.

Vordruck für das Bestandsregister

Das Bestandsregister kann vom Betrieb handschriftlich oder in elektronischer Form geführt werden. Wird das Bestandsregister in elektronischer Form geführt, ist bei einer Überprüfung der zuständigen Behörde ein aktueller Ausdruck auf Kosten des Tierhalters vorzulegen. Bei handschriftlicher Form muss das Bestandsregister entweder in gebundener Form oder als Loseblattsammlung chronologisch aufgebaut und mit fortlaufender Seitenzahl versehen sein.

In jedem Falle sind die Eintragungen unverzüglich nach Ausführung der aufzeichnungspflichtigen Tätigkeit vorzunehmen. Das Bestandsregister muss drei Jahre lang aufbewahrt werden. Die Frist beginnt mit Ablauf des 31.12. des Jahres in dem der letzte Eintrag vorgenommen wurde.

Diese Aufbewahrungspflicht gilt auch dann, wenn die Schweinehaltung aufgegeben wurde. Auf Verlangen der zuständigen Behörde hat der Tierhalter alle Angaben über Herkunft, Kennzeichnung und gegebenenfalls Bestimmung von Tieren vorzulegen, die sich in den letzten drei Jahren in seinem Besitz befanden oder von ihm gehalten, befördert, vermarktet oder geschlachtet wurden.

Begleitpapier

Schweine, die auf einen Viehmarkt oder eine Sammelstelle gebracht und von dort wieder verbracht werden, benötigen ein Begleitpapier.

Das Begleitpapier muss folgende Angaben enthalten:

  • Namen und Anschrift des abgebenden Tierhalters oder die Registriernummer seines Betriebes
  • die Anzahl der verbrachten Schweine je Kennzeichen (Ohrmarkennummer)
  • das Kennzeichen der verbrachten Schweine

Das Begleitpapier kann durch andere nach tierseuchenrechtlichen Vorschriften vorgeschriebenen oder einem sonstigen Dokument ersetzt werden, sofern die oben genannten Angaben vorliegen.

Das Begleitpapier oder eine Kopie ist dem Empfänger auszuhändigen. Die Aufbewahrungsfrist beträgt 3 Jahre.

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