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Ihre Fragen zum PAG-Test

1. Wie können unterschiedliche Befunde durch den Tierarzt und über den PAG-Test erklärt werden?

Wenn die Proben korrekt genommen und die Tiere eindeutig identifiziert werden, dann sind unstimmige Ergebnisse mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen zwischenzeitlichen Abort zurückzuführen. Bei PAG-Test KuhPM und PAG-Test KuhEinzel ist die Voraussetzung für sichere Ergebnisse, dass die Proben gesondert entnommen, die Probenröhrchen richtig beschriftet und der Auftragsschein richtig ausgefüllt werden.

2. Ab wann sind PAGs in der Milch messbar?

Voraussetzung für den PAG-Test ist es, dass die letzte Besamung mindestens 28. Tage zurückliegt. Die letzte Kalbung muss mindestens 60 Tage zurückliegen.

3. Was bedeutet PAG-Test „fraglich”?

Bei einem Ergebnis von PAG-Test „fraglich”, waren die PAGs zum Zeitpunkt des Tests in zu geringen Mengen vorhanden, um sie als PAG-Test „positiv” einstufen zu können. Auswertungen des LKVs haben ergeben, dass es beim Ergebnis PAG-Test „fraglich” in 95% der Fälle zu keiner Kalbung gekommen ist und 5% der Tiere gekalbt haben. Es empfiehlt sich, das Tier noch einmal zu testen.

4. Muss man das Ergebnis von PAG-Test „fraglich” trotzdem bezahlen?

Ja, weil diese Probe im Labor untersucht worden ist und dadurch Kosten entstanden sind.

5. Das Ergebnis ist PAG-Test „postitiv”, es kommt aber kein Kalb. Ist der Test falsch?

Nein, zum Zeitpunkt des Tests war das Tier PAG-Test „positiv”. Später kam es mit großer Wahrscheinlichkeit zum Abort. Bis zum 50. Trächtigkeitstag liegt die Abortrate bei bis zu 45%. Außerdem ist es nicht auszuschließen, dass das Tier einen Spätabort um den 150. Trächtigkeitstag hatte.

6. Was passiert mit den PAGs nach einem Abort?

PAGs sind nach einem Abort noch 7-14 Tage in der Milch messbar und können somit falsche positive Ergebnisse verursachen.

7. Welche Milch kann nicht auf PAGs untersucht werden?

Hemmstoffmilch, sowie saure Milch (pH-Wert kleiner 6,4) kann nicht auf PAGs untersucht werden.

8. Beeinflussen Zysten das PAG-Test Ergebnis?

Nein, Zysten haben keine Wirkung auf die PAGs, da es sich hier um spezielle Eiweißbaustoffe handelt und nicht um Hormone. Der PAG-Test darf nicht mit dem Progesterontest verwechselt werden. Dieser reagiert im Gegensatz zum PAG-Test auf Zysten.

9. Spart man sich mit dem PAG-Test den Tierarzt?

Nein. Durch den PAG-Test werden für den Tierarzt die Tiere aus der Herde selektiert, die Probleme mit der Fruchtbarkeit haben. Tiere mit einem PAG-Test Ergebnis „fraglich” oder „negativ” sollten dem Tierarzt vorgestellt werden.

10. Kann es bei der Verwendung von MLP-Proben für den PAG-Test zu falschen Ergebnissen durch Probenverschleppung kommen?

Bei der Verwendung von MLP-Proben ist es nicht hundertprozentig auszuschließen, dass es zu einem falschen Ergebnis durch Probenverschleppung kommt. Das kann immer dann passieren, wenn zu viel Milch einer Kuh mit einem sehr hohen PAG-Spiegel (z.B. ein Tier kurz vor der Abkalbung) in das nachfolgende Proberöhrchen einer nichttragenden Kuh gerät.