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  • Milch­leis­tungs­prü­fung (MLP) bei Zie­gen
    • Was bringt die MLP bei Ziegen
    • Wie funk­ti­o­niert die Milch­leis­tungs­prü­fung bei Zie­gen?
    • Er­geb­nis­se der MLP
    • Wel­ches Prüf­ver­fah­ren passt für mei­nen Be­trieb?
    • Der Leis­tungs­ober­prü­fer: Ihr An­sprech­par­tner für die MLP
    • Die MLP ist die Grund­lage jeg­lich­er Zucht und Be­ra­tung
    • Die Milch­leis­tungs­prü­fung un­ter stän­di­ger Qua­li­täts­kon­trol­le
    • Ge­setz­liche Grund­la­gen

Milchleistungs­prüfung (MLP) bei Zie­gen

Milchleistungsprüfung Ziegen

Während die Zahl der Ziegenhalter in Bayern nur geringfügig ansteigt, wächst vor allem die Zahl der Ziegen pro Herde. Betriebe mit über 150 Ziegen sind heute keine Seltenheit mehr. Mit der Größe der Betriebe steigt auch das Interesse an der Leistungsfähigkeit der Tiere. Daher werden immer mehr Ziegenhalter Mitglied beim LKV und lassen freiwillig die Milchleistungsprüfung bei ihren Tieren durchführen. Betriebe, die seltene Ziegenrassen im Rahmen des Programms zur Erhaltung seltener Rassen halten, sind verpflichtet an der Milchleistungsprüfung teilzunehmen.

Was bringt die MLP bei Zie­gen

Durch die regelmäßigen Messungen der Milchmenge kann der Laktationsverlauf jedes Tieres bewertet und ein eventuell fütterungs- oder krankheitsbedingter Leistungseinbruch schnell erkannt werden. Die Bestimmung der Zellzahl dient der Überwachung und Erhaltung der Eutergesundheit und damit auch der Sicherung der Milchqualität. Aus der Milchmenge und den Milchinhaltstoffen kann der Nährstoffbedarf der Tiere ermittelt werden. Die Milchinhaltsstoffe geben auch einen Hinweis auf die aktuelle Energie- und Eiweißversorgung der Tiere. Bei jedem Probemelken mit dem LactoCorder wird zusätzlich die Melkbarkeit jedes Tieres erfasst und der Landwirt erhält wertvolle Informationen über den Melkablauf.

LactoCorder

Wie funk­ti­o­niert die MLP bei Zie­gen?

Das vom LKV Bayern großflächig eingesetzte elektronische Milchmessgerät LactoCorder verfügt über ein spezielles Programm für Ziegen. Wird mit dem Trutester gemessen, muss eine Abspaltdüse für Ziegen eingesetzt werden.

Im Abstand von etwa fünf Wochen, das heißt elfmal pro Jahr wird bei jedem laktierenden Tier die Milchmenge gemessen und eine repräsentative Milchprobe entnommen. Der Milchprüfring untersucht die entnommenen Milchproben auf die Milchinhaltstoffe Fett, Eiweiß, Harnstoff und auf die Zellzahl.

Ergebnisse der MLP

Die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung sowie die vom Leistungsoberprüfer erfassten Daten werden vom LKV in der Datenbank für Ziegen und Schafe gespeichert. Wenige Tage nach dem Probemelken erhält der Ziegenhalter den Ergebnisbericht per Post.

Der MLP-Er­geb­nis­ber­icht

Der MLP-Ergebnisbericht liefert viele wertvolle Informationen über die Herde:

    • den Herdendurchschnitt des letzten Probemelkens
    • die bisherige Leistung der Herde im Prüfungsjahr
    • die durchschnittliche Leistung in den einzelnen Laktationsdritteln
    • die Probemelkergebnisse der Einzeltiere, und zwar jeweils vom aktuellen Probemelken, sowie vom vorhergehenden Probemelken mit
      • dem Datum der letzten Lammung
      • der Tagesmilchmenge
      • dem Fettgehalt der Milch
      • dem Eiweißgehalt der Milch
      • dem Harnstoffgehalt der Milch
      • der Zellzahl
    • die aufgerechnete Jahres- bzw. Laktationsleistung für Milch, Fett und Eiweiß
    • eine Liste der 80-Tageleistungen und der abgeschlossenen Laktationen
    • die Herdendurchschnitte der Laktationsdrittel getrennt für erste Laktationen und Folgelaktationen

Der MLP-Jah­res­ab­schluss

Mitte Februar erhält jeder Ziegenhalter einen MLP-Jahresabschluss per Post.

Darin sind folgende Informationen enthalten:

  • die durchschnittliche Herdenleistung und die aufsummierten Leistungen aller Tiere
  • die Abgangsursachen
  • die Durchschnitte der Probemelkergebnisse im Prüfungsjahr
  • die Jahresleistung der Einzeltiere
  • die durchschnittliche Lebensleistung der Einzeltiere
  • die Gesamtleistung der Einzeltiere mit Angaben:
    • zum Tier (Kennnummer, Name, Ohrmarke)
    • zur letzten Lammung
    • zur Milchmenge
    • zu Fettgehalt und Fettmenge
    • zu Eiweißgehalt und Eiweißmenge

Was ist passiert, wenn In­halt­stof­fe im Er­geb­nis­be­richt feh­len?

  • Die Milchproben waren sauer, weil
    • sie unmittelbar nach der Probenahme nicht genügend geschüttelt wurden
    • sie in den Sommermonaten nicht ausreichend gekühlt wurden
  • Im Proberöhrchen war zu wenig Milch, weil die tatsächliche Milchmenge weit unter der erwarteten Milchmenge lag (LactoCorder)
  • Es wurden unplausible Untersuchungsergebnisse festgestellt, weil
    • bei der Probenahme möglicherweise Fehler unterlaufen sind
    • die Milchzusammensetzung starken Abweichungen unterlag
Fehlerhafte Milchproben

Welches Prüf­ver­fah­ren passt zu mei­nem Be­trieb?

Sie können bei der Milchleistungsprüfung zwischen verschiedenen Prüfverfahren wählen. Sie lassen entweder die MLP durch einen LKV-Probenehmer durchführen, das ist die so genannte A-Methode. Sie können das Probemelken aber auch mit dem LactoCorder selbst durchführen, dann bezeichnet man das als B-Methode. Außerdem können Sie auswählen, ob Sie nur bei einer Melkzeit oder morgens und abends die Milchmenge messen wollen.

Alle Vor- und Nacharbeiten, wie die Aktualisierung der Daten oder die Bereitstellung der Gerätschaften übernimmt der Probenehmer. Die Übertragung der Probemelkergebnisse erfolgt durch den Leistungsoberprüfer per Internet in die Datenbank der LKV-Zentrale.

Die Gebühr (Link Gebührenordnung) ist für alle Methoden gleich.

Gebühren (Beträge zzgl. 7% MwSt.)

Die A-Methode wird durch den LKV-Probenehmer durchgeführt

Me­tho­de Milch­meng­en-
mess­ung
Milch­pro­ben
AS bei bei­den Melk­zei­ten Der Pro­be­neh­mer er­stellt ei­ne pro­port­i­o­na­le Misch­pro­be aus bei­den Melk­zei­ten
AT nur bei ei­ner Melk­zeit (ab­wechs­elnd zwi­schen Mor­gen- und A­bend­ge­melk) nur aus ei­ner Melk­zeit
AM bei bei­den Melk­zeiten nur aus ei­ner Melk­zeit (ab­wechs­elnd zwischen Morgen- und Abend­ge­melk)
Me­tho­de Aus­führ­ung
 
Mess­ge­rät
AS Pro­be­nehm­er 
 
 
 
Lacto­Cor­der, Tru­tes­ter oder Bal­ken­waa­ge
AT Pro­be­nehm­er 
 
 
 
Lacto­Cor­der, Tru­tes­ter oder Bal­ken­waa­ge
AM Pro­be­nehm­er bei ei­ner Melk­zeit, Land­wirt bei der an­der­en Melk­zeit (ab­wechs­elnd zwischen Morgen- und Abend­ge­melk) Lacto­Cor­der

Die B-Methode wird nur durch den Betrieb selbst durchgeführt.

Me­tho­de Milch­men­gen-
mess­ung
Milch­pro­ben
BS bei bei­den Melk­zei­ten Es wird aus bei­den Ge­melk­en ei­ne pro­port­i­o­nale Pro­be in ei­ne Fla­sche ab­ge­füllt.
BT bei einer Melk­zeit (ab­wechs­elnd zwi­schen Mor­gen- und Abend­ge­melk)
 
nur aus ein­er Melk­zeit
BM bei bei­den Melk­zei­ten nur aus ein­er Melk­zeit (ab­wechs­elnd zwi­schen Mor­gen- und Abend­ge­melk)
Me­tho­de Aus­führ­ung
 
Mess­ge­rät
BS Betrieb 
 
 
 
 
Lacto­Cor­der
AT Betrieb 
 
 
 
Lacto­Cor­der
BM Betrieb 
 
 
 
Lacto­Cor­der
 
 
 

Der Leis­tungs­ober­prü­fer: Ihr An­sprech­part­ner für die MLP

Der Leistungsoberprüfer (LOP) ist Ihr erster Ansprechpartner für die Milchleistungsprüfung.

  • Er koordiniert das Probemelken, wertet die Ergebnisse aus und bespricht sie mit Ihnen.
  • Zusätzlich zur Milchleistungsprüfung erfasst er wichtige Daten pro Ziege, wie
    • das Datum der Lammung,
    • die Anzahl und das Geschlecht der Kitze
    • genetische Besonderheiten der Kitze, wie Hornlosigkeit und Zwitter
  • Der LOP koordiniert die Entnahme und Versendung von Futterproben
  • Bei Bedarf gibt er Hilfestellung bei der Tierkennzeichnung und –registrierung.

Bei spezifischen Fragestellungen kennt Ihr LOP den richtigen Spezialberater.

Die MLP ist die Grundlage jeglicher Zucht und Beratung

Nur die genaue Kenntnis der aktuellen Leistung und der Leistungsentwicklung ermöglicht eine genaue Berechnung des Nährstoffbedarfs und eine Kontrolle der Rationszusammensetzung.

Nur die genaue Kenntnis der aktuellen Leistung und der Leistungsentwicklung ermöglicht eine genaue Berechnung des Nährstoffbedarfs und eine Kontrolle der Rationszusammensetzung.

Die Auswertungen des LKV-Bayern sind bei der Beratung und den Fachbehörden sehr gefragt. Weitere Informationen finden Sie unter Fachbeiträge.

Auch die wissenschaftliche, landwirtschaftliche Forschung benötigt häufig die Informationen aus der Praxis z.B. für die Gestaltung von Melkständen.

Aktuelle und frühere Auswertungen der Ziegendaten des LKV-Bayern finden Sie unter unseren Veröffentlichungen.

Die Milch­leis­tungs­prü­fung un­ter stän­di­ger Qua­li­täts­kon­trol­le

Gesetzliche Grundlagen

Die Leistungsprüfung ist in der Anlage 1 zum Bundestierzuchtgesetz verankert.

In der Bayerischen Tierzuchtverordnung ist festgelegt, dass das LKV Bayern mit der Durchführung der Milchleistungsprüfung beauftragt ist.

  • Milch­leis­tungs­prü­fung (MLP) bei Zie­gen
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    • Er­geb­nis­se der MLP
    • Wel­ches Prüf­ver­fah­ren passt für mei­nen Be­trieb?
    • Der Leis­tungs­ober­prü­fer: Ihr An­sprech­par­tner für die MLP
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