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  • Milchleistungs­prüfung bei Schafen
    • Wie funk­ti­o­niert die MLP bei Scha­fen?
    • Die Ergebnisse der Milchleistungs­prü­fung
    • Leistungs­ober­prü­fer (LOP) un­ter­stü­tzen das Her­den­man­age­ment
    • Die MLP ist die Grund­lage jeg­licher Zucht und Be­ra­tung
    • Die Milch­leis­tungs­prü­fung un­ter stän­di­ger Qua­li­täts­kon­trolle
    • Gesetzliche Grund­lagen

Milchleistung­sprüfung bei Schafen

Milchleistungspr�fung bei Schafen

Schafe werden in Bayern überwiegend zur Mast gehalten. Nur 1% der schafhaltenden Betriebe, die Mitglied beim LKV-Bayern sind, halten Milchschafe. Die Milch von Schafen ist im Vergleich zu Kuh- und Ziegenmilch sehr reich an Fett und Eiweiß.

Die Milchleistungsprüfung ist eine freiwillige Kontrolle. Im Abstand von etwa fünf Wochen wird bei jedem laktierenden Tier die Milchmenge gemessen und eine repräsentative Milchprobe entnommen. Je nach Prüfverfahren erfolgt das Probemelken entweder zu beiden Melkzeiten oder abwechselnd morgen oder abends durch den Probenehmer. Aus den Einzelgemelken wird die Tagesmilchmenge errechnet. Der Milchprüfring untersucht die entnommenen Milchproben auf die Fett-, Eiweiß-, Harnstoffgehalt, sowie die Zellzahl.

Wie funk­ti­o­niert die MLP bei Scha­fen?

In Bayern wird die Milchleistung bei K�hen und Ziegen größtenteils mit dem elektronischen Milchmessgerät LactoCorder gemessen. Der hohe Gehalt an Fett- und Eiweiß in der Schafsmilch führt jedoch dazu, dass sich die Milch von Schafen auch hinsichtlich der Fließfähigkeit (Viskosität) und Leitfähigkeit von der Kuh- bzw. Ziegenmilch unterscheidet. Ein weiteres Problem stellt der niedrige Milchfluss dar. Die Programme des LactoCorders konnten bisher noch nicht an Schafe angepasst werden. Daher wird die Milchleistungsprüfung bei Schafen derzeit noch mit dem Trutester bzw. bei Eimermelkanlagen mit der Balkenwaage durchgeführt. Beim Trutester muss hierzu eine spezielle Abspaltdüse für Schafe eingesetzt werden.

Durch die regelmäßigen Messungen der Milchmengen kann der Laktationsverlauf jedes Tieres nachverfolgt und ein eventueller krankheitsbedingter Milcheinbruch schnell erkannt werden. Die Bestimmung der Zellzahl dient der Sicherung der Milchqualität. Aus der Milchmenge und den Milchinhaltstoffen kann der Nährstoffbedarf der Tiere ermittelt werden. Auch geben die Messwerte Hinweise auf die aktuelle Energie- und Eiweißversorgung der Tiere.

Der Landwirt kann zwischen verschiedenen Prüfverfahren wählen.

Trutester Trutester

Die Er­geb­nis­se der Milch­leis­tungs­prü­fung

Die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung sowie die vom Leistungsoberprüfer erfassten Daten werden vom LKV in der Datenbank für Ziegen und Schafe gespeichert. Wenige Tage nach dem Probemelken erhält der Schafhalter den MLP-Ergebnisbericht.

Informationen im MLP-Er­geb­nis­be­richt

  • Der Ergebnisbericht enthält folgende Informationen:

    • die Ergebnisse des letzten Probemelken (Herdendurchschnitt)
    • die bisherige Leistung der Herde im Pr�fungsjahr
    • die Probemelkergebnisse der Einzeltiere (aktuelles PM, letztes PM) mit
      • Angaben zum Tier (Kennnummer, Ohrmarke, Name)
      • Angaben zur letzten Lammung
      • der Tagesmilchmenge
      • dem Fettgehalt
      • dem Eiweißgehalt
      • dem Harnstoffgehalt und
      • die Zellzahl
    • die aufgerechnete Jahresleistung für Milch, Fett und Eiweiß
    • und Informationen zur 150 Tageleistung und abgeschlossenen Laktation

Informationen im MLP-Jah­res­ab­schluss

Mitte Februar erhält jeder Schafhalter einen MLP-Jahresabschluss.

Er enthält:

  • die Herdenleistung (Durchschnitt, Summen)
  • die PM-Durchschnitte des Prüfungsjahres
  • die Leistung der Einzeltiere (Jahresleistung, durchschnittliche Lebensleistung, Gesamtleistung) mit
    • Angaben zum Tier (Kennnummer, Name, Ohrmarke)
    • Angaben zur letzten Lammung
    • der Milchmenge
    • der Fettmenge und dem Fettgehalt
    • der Eiweißmenge und dem Eiweißgehalt

Versandarten von Zwischen- und Jah­res­be­richt

Der Versand erfolgt per Post. Auf Wunsch kann der Ergebnisbericht auch per E-mail verschickt werden.

Was ist passiert, wenn Ergebnisse im Ergebnisbericht fehlen?

Manchmal kann es vorkommen, dass einzelne Angaben �ber Inhaltsstoffe im Ergebnisbericht fehlen, obwohl eine Milchprobe genommen wurde. Das kann verschiedene Ursachen haben:

  • Die Milchproben waren sauer, weil
    • sie unmittelbar nach der Probenahme nicht genügend geschüttelt wurden
    • sie in den Sommermonaten nicht ausreichend gekühlt wurden
  • In der Probeflasche war zu wenig Milch
  • Es wurden abnormale Untersuchungsergebnisse festgestellt, weil
    • bei der Probenahme Fehler unterlaufen sind
    • die Milchzusammensetzung starken Abweichungen unterliegt.

Sollten bei einem Probemelken mehr als 15% der Untersuchungsergebnisse fehlen, werden dem Landwirt pro fehlendes Ergebnis 0,25 % weniger berechnet.

Kosten (Beträge zzgl. 7% MwSt.)

Leis­tungs­o­ber­prü­fer (LOP) un­ter­stü­tzen das Her­den­man­age­ment

Herdenmanagement

Der Leistungsoberprüfer ist der erste Ansprechpartner der Landwirte in allen Fragen der Milchproduktion. Er bietet eine umfassende Betreuung rund um die Milchleistungsprüfung.

  • Der Leistungsoberprüfer koordiniert das Probemelken, wertet die Ergebnisse aus und bespricht sie mit dem Landwirt. Er gibt Tipps zur Optimierung der Eutergesundheit, zur Fütterung und zum Herdenmanagement.
  • Bei Bedarf gibt er Hilfestellung bei der Tierkennzeichnung und -registrierung. Er erstellt betriebsindividuelle Auswertungen und druckt Managementlisten aus.
  • Der Leistungsoberprüfer koordiniert die Entnahme und Versendung von Futterproben und erläutert die Untersuchungsergebnisse.

Zusätzlich zur Milchleistungsprüfung erfasst er wichtige Daten der Schafe und unterstützt damit das Herdenmanagement und züchterische Maßnahmen:

  • Datum und Verlauf der Lammung
  • Anzahl und Geschlecht der Lämmer
  • Genetische Besonderheiten der Lämmer

Durch seine regelmäßigen Betriebsbesuche hilft der Leistungsoberprüfer, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen! Bei spezifischen Fragestellungen kennt er den richtigen Spezialberater.

Die MLP ist die Grundlage jeglicher Zucht und Beratung

Nur die genaue Kenntnis der aktuellen Leistung und der Leistungsentwicklung ermöglicht eine genaue Berechnung des Nährstoffbedarfs und eine Kontrolle der Rationszusammensetzung.

Die Auswertungen (Link zu Veröffentlichungen) des LKV-Bayern sind bei der Beratung und den Fachbehörden sehr gefragt. Vielfältige Informationen bieten unsere Fachbeiträge.

Auch die wissenschaftliche, landwirtschaftliche Forschung benötigt häufig die Informationen aus der Praxis z.B. für die Gestaltung von Melkstünden.

Aktuelle und frühere Auswertungen der Schafdaten des LKV-Bayern finden Sie unter unseren Veröffentlichungen.

Die Milch­leis­tungs­prü­fung un­ter stän­di­ger Qua­li­täts­kon­trolle

Gesetzliche Grundlagen

Die Leistungsprüfung ist in der Anlage 1 zum Bundestierzuchtgesetz verankert.

In der Bayerischen Tierzuchtverordnung ist festgelegt, dass das LKV Bayern mit der Durchführung der Milchleistungsprüfung beauftragt ist.

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    • Die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung
    • Leistungsoberprüfer (LOP) unterstützen das Herdenmanagement
    • Die MLP ist die Grundlage jeglicher Zucht und Beratung
    • Die Milchleistungsprüfung unter ständiger Qualitätskontrolle
    • Gesetzliche Grundlagen