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  • Bei­trag zur Tier­zucht
    • Bei­trag des LKV-Bay­ern zur Rinder­zucht
    • Herd­buch­führ­ung Rin­der­zucht
    • Bei­trag zur Zie­gen­zucht

Beitrag zur Tierzucht

Bei­trag des LKV-Bay­ern zur Rinder­zucht

Beitrag zur Tierzucht Rinder

Rin­der­da­ten­ver­bund (RDV)

Das LKV Bayern, der LKV Baden-Württemberg und die ZuchtData EDV-Dienstleistungen GmbH in Österreich haben in jahrelanger enger Zusammenarbeit eine gemeinsame Datenbankstruktur für die Speicherung und Verwaltung der Rinderdaten erarbeitet und anschließend erstellt. Seit Januar 2007 hat das LKV-Bayern seine gesamte Datenverarbeitung in der Milchleistungsprüfung und Rinderzucht auf das System dieses Rinderdatenverbundes (RDV) umgestellt. Seit 2012 arbeitet auch Schleswig-Holstein mit dem RDV-System.

Dieser Rinderdatenverbund hat mehrere Vorteile:

  • Die Kosten für die aufwendige Programmierung fallen nur einmal an und werden gemeinsam getragen.
  • Die anstehenden Arbeiten verteilen sich auf mehr Personen.
  • Der einheitliche Aufbau der Datenbanktabellen ermöglicht einen problemlosen Datenaustausch zwischen den vier Partnerorganisationen z.B. zum Zweck der Zuchtwertschätzung.

Der Rinderdatenverbund wird in enger Absprache zwischen den Partnerorganisationen laufend weiter entwickelt. Denn es kommen immer neue Aufgabenbereiche dazu z.B. die Genomdatenbank, das Anpaarungsprogramm Optibull sowie die Datenverwaltung für das Gesundheitsmonitoring von ProGesund. Mit der Einführung von Apps für Milchviehhalter im RDV-System in diesem Jahr bewiesen die RDV-Partner, dass im RDV die EDV-Dienstleistungen stets mit dem neuesten Stand der Technik angeboten werden. Daher werden auch die IT-Themen der Zukunft, wie Networking, Grafikmodule und Big Data, beim RDV im Mittelpunkt stehen.

Bei­trag zur Zucht­wert­schätz­ung

Die moderne, sehr komplexe Zuchtwertschätzung für Zuchtbullen und Milchkühen benötigt neben den Leistungsdaten auch Informationen über die Abstammung (Stammdaten) der Tiere sowie die zahlreichen Faktoren, die die Leistung beeinflussen wie z.B. das Geburtsjahr und die Kalbesaison. Im RDV werden alle relevanten Daten für die Zuchtwertschätzung gebündelt. Durch die Ermittlung der Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den Tieren können auch Informationen von verwandten Tieren, z.B. Töchterleistungen zur Zuchtwertschätzung heran gezogen werden. Dafür greift die Zuchtwertschätzung auf sämtliche im RDV gespeicherten Tiere zurück (seit 1950). Dieser große und sorgfältig verwaltete Datenpool war eine der wesentlichen Voraussetzungen für den großen Zuchtfortschritt in der Rinderzucht in den letzten Jahren.

Dank des RDV ist es nun auch möglich, dass Bayern, Baden-Württemberg und Österreich die Zuchtwertschätzung gemeinsam durchführen. Das hat folgende Vorteile

  • Durch die Vergrößerung der Zuchtpopulation können die Zuchtwerte genauer geschätzt werden.
  • Anfallende Aufgaben verteilen sich auf mehrere Instiutionen: So wird die Zuchtwertschätzung auf Milchleistung von der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Grub in Zusammenarbeit mit dem LKV-Bayern durchgeführt. Die ZuchtData EDV-Dienstleistungen GmbH in Österreich hat die Zuchtwertschätzung auf Fruchtbarkeit, Kalbeverlauf und Langlebigkeit übernommen und Baden-Württemberg wurde mit der Zuchtwertschätzung auf Fleischleistung betreut.

Seit 2013 werden auch die tierärztlichen Befunde der Betriebe, die freiwillig an dem Projekt ‚Pro Gesund‘ teilnehmen, in der Datenbank des RDV gespeichert. Sobald ausreichend Daten vorhanden sind, wird auch in Bayern eine Zuchtwertschätzung auf Krankheitsanfälligkeit durchgeführt.

Vermeidung von In­zucht und Ri­si­ko­an­paa­run­gen

Ebenfalls in enger Zusammenarbeit zwischen den Partnerorganisationen konnte im Jahr 2013 das Anpaarungsprogramm OptiBull freigeschaltet werden. Es ist online mit dem RDV verbunden, in dem die Abstammungsdaten der Tiere über viele Generationen gespeichert sind. Bei jedem Anpaarungsvorschlag wird auch der zu erwartenden Inzuchtkoeffizienten des Kalbes ermittelt. Überschreitet er die Vorgabe, so wird ein anderer Besamungsbulle vorgeschlagen. Dadurch kann die Inzucht in den Rinderpopulationen möglichst niedrig gehalten werden.

Im Zuge der Genomanalyse werden immer mehr Erbfehler und genetische Besonderheiten bekannt und die betroffenen Tiere gekennzeichnet. Durch das RDV-basierte Anpaaarungsprogramm können Risikoanpaarungen vermieden werden. Dank dieses ausgeklügelten Programms können wertvolle Besamungsbullen, die heterozygote Träger eines Erbfehlers sind weiterhin eingesetzt werden, ohne dass sich die Zahl der Totgeburten oder Missbildungen erhöht.

Ge­nom­da­ten­bank

Die genomische Selektion hat in den letzten Jahren die Rinderzucht maßgeblich verändert. Sie trägt entscheidend zu einer Beschleunigung des Zuchtforschrittes bei, vor allem bei den Fitnessmerkmalen. Die Genomdatenbank wird vom LKV-Bayern verwaltet.

Die sich rasant entwickelnde Genomanalyse verlangt aufgrund der enormen Datenmenge (derzeit 60000 Sätze pro typisiertes Tier) ein ausgefeiltes Datenmanagement.

Un­ter­stüt­zung von Zucht­or­gan­i­sa­ti­o­nen

Auswahl von po­ten­ti­el­len Bul­len­müt­tern

In den Zuchtprogrammen der einzelnen Rinderzuchtorganisationen ist festgelegt, welche Anforderungen eine potentielle Bullenmutter erfüllen muss. Mit den geeigneten EDV-Tools können schnell und gezielt die besten Kühe für das Zuchtprogramm gemeldet werden.

Bay­er­ische Zucht­vieh­märk­te on­line

Für die Abwicklung ihrer Märkte nutzen die Rinderzuchtverbände eine Online-Verbindung zum RDV. So können sie auf sämtliche aktuelle Daten der Verkaufstiere zurückgreifen und ersparen sich eine Menge Verwaltungsarbeit.

Daten­ver­bund mit Be­sa­mungs­sta­ti­o­nen

Der Datenverbund mit einigen Besamungsstationen führt zu einer Vereinheitlichung der Datenerfassung, einer schnelleren Bereitstellung der Besamungsdaten und zur Verbesserung der Datenqualität. Dadurch stehen dem Landwirt die Informationen zur Fruchtbarkeit jetzt früher zur Verfügung und er kann sich immer aktuell Aktionslisten für die Brunstkontrolle bzw. Trächtigkeitsuntersuchungen erstellen.

Herd­buch­führ­ung Rin­der­zucht

Das LKV bietet im Auftrag der bayerischen Zuchtverbände für die Rassen der ASR (Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzuchtverbände) ein EDV-gestütztes Verwaltungssystem zur Abwicklung der Herdbuchführung an. Dies umfasst die Erhebung, Übermittlung und Speicherung der für die Zuchtbuchführung notwendigen Daten. Zur ASR gehören u.a. die Rassen Fleckvieh, Braunvieh, Gelbvieh, Pinzgauer und Murnau-Werdenfelser. Alle verfügbaren Informationen aus der Leistungsprüfung und der Rinderzucht werden für die Herdbuchführung in der RDV-Datenbank des LKV Bayern gespeichert. Damit können die angeschlossenen Zuchtverbände mit ihren EDV-Programmen aktuelle Versteigerungskataloge und Abstammungsnachweise aus den Daten der RDV-Datenbank erstellen.

Das LKV setzt bereits seit 1966 in der Milchleistungsprüfung und Herdbuchführung die EDV (Elektronische Datenverarbeitung) ein. Ab diesem Zeitpunkt sind damit auch alle dazu erhobenen Daten in der Datenbank gespeichert und für EDV-Anwendungen in der Rinderzucht verfügbar. Der chronologisch weit zurückreichende Datenumfang ermöglicht es, u.a. umfassende Stammbäume von nahezu allen aktuellen Bullen und Kühen zu erstellen. Dazu als Beispiel der häufig eingesetzte Bulle Vanstein.

Da­ten­um­fang ein­i­ger Ta­bel­len der RDV-Da­ten­bank (Stand 01.07.14)

Stamm­da­ten-Rin­der mit Le­bens­ohr­mar­ke 46.594.472
Lak­ta­ti­o­nen (305-Ta­ge-Leis­tung) 43.088.928
Kal­bun­gen 47.273.214
Zucht­wer­te-Kü­he 13.383.516
Pro­be­melk­er­geb­nis­se 290.537.153

Bei­trag zur Zie­gen­zucht

Beitrag zur Tierzucht Ziegen

Zie­gen­da­ten­ver­bund

Im Jahr 2010 haben sich Bayern und Baden-Württemberg zum Ziegendatenverbund (ZDV) zusammengeschlossen. Der erste Schritt der Partnerschaft war eine gemeinsame Datenbankstruktur für die Speicherung und Verwaltung der Ziegendaten nach dem bewährten Schema wie die Rinderdaten.

Dieser Ziegendatenverbund hat mehrere Vorteile:

  • Die Kosten für die Programmierung fallen nur einmal an und werden gemeinsam getragen.
  • Die anstehenden Arbeiten verteilen sich auf mehr Personen.
  • Der einheitliche Aufbau der Datenbanktabellen ermöglicht einen problemlosen Datenaustausch zwischen den Partnerorganisationen z.B. zum Zweck der Zuchtwertschätzung.

Der Ziegendatenverbund wird in enger Absprache zwischen den Partnerorganisationen laufend weiter entwickelt. Denn es kommen immer neue Aufgabenbereiche. So werden ab 2014 auch die Fleischziegen in den ZDV aufgenommen.

Bei­trag zur Zucht­wert­schätz­ung

Bayern und Baden-Württemberg arbeiten seit 2011 an der ersten länderübergreifenden Zuchtwertschätzung für Ziegen. Aufgebaut hat sie die Arbeitsgruppe Zuchtwertschätzung für Ziegen. Die Projektleitung lag bei der Rechenstelle für Zuchtwertschätzung am Landesamt für Geoinformation und Landesentwicklung (LGL) Baden-Württemberg. An der Arbeitsgruppe waren weiterhin beteiligt das Institut für Tierzucht der Bayerischen Landesanstalt (LfL) in Grub, die Ziegenzuchtverbände, der Landeskontrollverband Baden-Württemberg und das LKV Bayern. Aus Bayern gingen 32190 Laktationsdatensätze der Bunten Deutschen Edelziege und 6704 der Weißen Deutschen Edelziege in die Zuchtwertschätzung ein.

Wie bei den Rindern benötigt die moderne, sehr komplexe Zuchtwertschätzung neben den Leistungsdaten auch Informationen über die Abstammung (Stammdaten) der Tiere sowie die zahlreichen Faktoren, die die Leistung beeinflussen wie z.B. das Geburtsjahr und die Kalbesaison. Im ZDV werden alle relevanten Daten für die Zuchtwertschätzung gebündelt. Durch die Ermittlung der Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den Tieren können auch Informationen von verwandten Tieren, z.B. Töchterleistungen zur Zuchtwertschätzung heran gezogen werden. Dafür greift die Zuchtwertschätzung auf sämtliche im ZDV gespeicherten Tiere zurück (in Bayern seit 1982). Dieser große Datenpool war eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Entwicklung der Zuchtwertschätzung bei Ziegen

Die so ermittelten Zuchtwerte wurden erstmals 2013 auf den Bockmärkten Bayern und Baden-Württemberg veröffentlicht. Seit 2014 werden die Zuchtwerte für Ziegen routinemäßig jährlich am LGL geschätzt.

Wie wichtig die Zuchtwertschätzung bei Ziegen ist, zeigt eine Auswertung der Leistungsdaten von bayerischen Ziegen. Das LKV Bayern begann bereits 1931 mit der Milchleistungsprüfung für alle Herdbuchziegen. Damals wurden 1253 Tiere geprüft. Sie hatten eine Leistung von 694 kg bei 3,28% Milchfett. Gut 80 Jahre später lag die Jahresleistung der 3763 Milchziegen bei 691 kg, 3,42% Milchfett und 3,36% Milcheiweiß.

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