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  • Qua­li­täts­man­age­ment beim LKV-Bay­ern
    • All­ge­mein­e Qua­li­täts­maß­nah­men
    • Qua­li­täts­sich­er­ung in der Milch­leis­tungs­prü­fung
    • Qua­li­täts­man­age­ment in der Fleisch­leis­tungs­prü­fung

Qua­li­täts­man­age­ment beim LKV-Bay­ern

LKV Qualitätsmanagement mit ICAR AG und IFTA

Das LKV ist als Dienstleister für die Landwirtschaft stets bemüht, die hohe Qualität seiner Angebote sicher zu stellen.

Das Qualitätsmanagement-System des LKV umfasst die Arbeitsbereiche:

  • Milch- und Fleischleistungsprüfung
  • Beratung
  • Regionalstelle Tierkennzeichnung und –registrierung.

Die Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9001 erfolgte erstmals im Mai 2005. Seitdem wurde das Qualitätsmanagement kontinuierlich weiterentwickelt. Die jährlichen Audits der Zertifizierungsstelle in der LKV-Zentrale und den Verwaltungsstellen bestätigen das. Dabei muss das LKV nachweisen, dass die Arbeitsabläufe einheitlich und nachvollziehbar sind und die Daten vertraulich behandelt werden. Wichtig ist auch die Vergleichbarkeit der angewendeten Verfahren mit denen anderer Kontrollverbände. Das Qualitätsmanagement verbessert außerdem die Transparenz und Effizienz der Arbeitsabläufe.

Das LKV erfüllt durch den Nachweis kundenorientierter und qualitätsbewusster Arbeit die Voraussetzungen für die Förderung nach dem Bayerischen Agrarwirtschaftsgesetz (BayAgrarWiG).

All­ge­mein­e Qua­li­täts­maß­nah­men

Festlegung von Ver­fahr­ens­an­wei­sun­gen

Um sicher zu stellen, dass alle Angestellten die einzelnen Arbeitsschritte korrekt und einheitlich ausführen, werden für jeden Aufgabenbereich Verfahrensanweisungen erstellt und laufend aktualisiert. Sie regeln z.B. die Anwendung und Überprüfung aller eingesetzten Messgeräte oder die Festsetzung von Preisen für selbst erzeugtes Futter.

Schulung der Mitarbeiter

Probenehmer werden alle zwei Jahre geschult. Dabei werden Neuerungen angesprochen und auch die Inhalte der Arbeitsanweisungen aufgefrischt. Leistungsoberprüfer und Berater erhalten bei den monatlichen Dienstbesprechungen von den Fachberatern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und den LKV-Teamleitern der jeweiligen Verwaltungsstelle aktuelle Informationen. Dazu kommen Schulungen zu speziellen Themen Link: LKV-Bayern/Fortbildung der Mitarbeiter | Linkziel?. Das Personal welches die Tests der einzelnen Gerätschaften einschließlich der hofeigenen Anlagen durchführt, wird jährlich in einer 2-tägigen Schulung fortgebildet.

Durchführung von Audits

Pro Jahr werden ca. 400 sogenannte interne Audits durchgeführt. Das heißt: Beauftragte des Qualitätsmanagements begleiten zufällig ausgewählte Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen bei Ihrer Arbeit und überprüfen anhand einer Checkliste, ob alle in der Verfahrensanweisung vorgeschriebenen Maßnahmen korrekt ausgeführt werden. Audits werden in sämtlichen Bereichen der Außendienstmitarbeiter sowie in einzelnen Abteilungen der Zentrale durchgeführt.

Im Rahmen des Qualitätsmanagements der Milchleistungsprüfung müssen somit rund 10% der Leistungsoberprüfer und 20% der Probenehmer jährlich bei ihrer Arbeit überprüft werden. Zusätzlich sind jährlich in 20% aller Betriebe mit B-Methode sogenannte Revisionen durch den Probenehmer durchzuführen. Hierbei ist der Probenehmer während der gesamten Melkzeit anwesend und überprüft die korrekte Durchführung der Milchleistungsprüfung durch die melkende Person.

Kunden­be­fra­gung

Jedes Jahr wird mindestens eine Kundenbefragung durchgeführt, um die Zufriedenheit unserer Kunden zu ermitteln. Die überwiegend positiven Bewertungen bestätigen die Qualität unserer Arbeit. Schlechtere Bewertungen und Kritik, die erfreulicherweise nur selten vorkommen, nehmen wir sehr ernst und erstellen einen Maßnahmenplan, wie ggf. vorhandene Missstände schnellstens behoben werden können.

Qua­li­täts­sich­er­ung in der Milch­leis­tungs­prü­fung

Die Milchleistungsprüfung dient nicht nur der Feststellung der Milchmenge und Milchinhaltstoffe, sondern ist auch ein sehr wichtiges Instrument des Herdenmanagements. Darüber hinaus ist sie die Grundlage für Selektionsentscheidungen und der Zuchtwertschätzung. Daher werden hohe Anforderungen an die Qualität jedes einzelnen Arbeitsschrittes gestellt. Das reicht vom Probemelken, über die Datenerfassung am Hof, der Zusammenführung aller Einzelinformationen, der sicheren Datenspeicherung, dem Datenschutz bis zur Auswertung der Daten und dem Zurverfügungstellung der Ergebnisse für die Landwirte und die Zucht. Die Firma IFTA überprüft einmal jährlich die Einhaltung der Vorschriften nach DIN EN ISO 9001 und bestätigt sie durch ein Zertifikat.

2018 Logo Ifta AG

Das LKV ist Mitglied im Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V. (DLQ). Der DLQ vereint die Landeskontrollverbände und Milchprüfringe. Im Rahmen dieser Mitgliedschaft wird im dreijährigen Turnus die Einhaltung der DLQ-Vorgaben durch die ICAR (Anzeigen International Comitee of Animal Recording) überprüft. ICAR, das Internationale Komitee für Leistungsprüfungen in der Tierproduktion ist als weltweite Organisation für die Standardisierung der Identifikation Rinder, der Qualitäts- und Leistungsprüfung und der Zuchtwertschätzung tätig. Das von ICAR ins Leben gerufene Qualitätszertifikat stellt die Einhaltung hoher, gleich lautender Standards international sicher.

Das LKV-Bayern hat das ICAR-Qualitätszertifikat für die Bereiche Identifikation Milchrinder, Leistungsprüfung Milchrinder, Probentransport und Datenverarbeitung nach erfolgreicher Darstellung seiner Tätigkeit erhalten. Das bestätigt die hohe Arbeitsqualität des LKV-Bayern auf allen Stufen der Milchleistungsprüfung. Das LKV Bayern erfüllt damit die Voraussetzung dafür, dass der bayerische Staat es mit der Durchführung der Milchleistungsprüfung beauftragt.

2002 Logo ICAR

In Bayern ist die Überwachung der MLP grundsätzlich Aufgabe des Staates. Aufgrund der Einführung neuer Methoden und des reduzierten staatlichen Personals werden seit 1998 Bestandsnachprüfungen vom LKV-Personal durchgeführt.

Im einzelnen werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

Bestands­nach­prü­fung

Für die Bestandnachprüfungen des LKV werden, getrennt nach MLP Methoden, Vorschlagslisten mit zufällig ausgewählten Betrieben erstellt. Sie umfasst etwa 1% der Betriebe, die die Milchleistungsprüfung nach der A-Methode durchführen und 2% der Betriebe, die die B-Methode gewählt haben.

Die Bestandsüberprüfungen durch das LKV werden grundsätzlich von einem Leistungsoberprüfer eines anderen Bezirkes vorgenommen. Die Prüfung wird in der ersten Melkzeit nach dem Regelprobemelken durchgeführt. Sie läuft wie bei einem regulären Probemelken ab. Je nachdem, ob bei der Milchmenge bzw. Milchzusammensetzung Abweichungen zum vorhergehenden Probemelken festgestellt wurden, wird eine Stellungnahme eingefordert bzw. ist die Bestandsnachprüfung in einem Zeitraum von sechs Monaten zu wiederholen.

Zusätzlich sind jährlich in 20% aller Betriebe mit B-Methode sogenannte Revisionen durch die Probenehmer durchzuführen. Hierbei ist der Probenehmer während der gesamten Melkzeit anwesend und überprüft die korrekte Durchführung der Milchleistungsprüfung durch die melkende Person.

Hohe positive Abweichungen während der Bestandsnachprüfung gegenüber dem Routineprobemelken kann auf eine Änderung im Herdenmanagement hinweisen, z.B. einer Melkzeitverschiebung oder speziellen Fütterung. Hohe Streuungen in der Abweichung können einen unbeabsichtigten Probenvertausch als Ursache haben.

Überprüfung der Messmittel

Hofeigene Messanlagen einschließlich Roboter

In der Milchleistungsprüfung dürfen nur die von ICAR zugelassenen Messgeräte eingesetzt werden. ICAR veröffentlicht die aktuell zugelassenen Geräte auf seiner Homepage.

Das LKV ist verpflichtet alle neu eingebauten Geräte auf Ihre Messgenauigkeit zu überprüfen. In den Folgejahren müssen diese Kalibrierungsprobemelken je nach Fabrikat jährlich wiederholt werden. Auch die mobilen Milchmengenmessgeräte des LKV Bayern, die LactoCorder, müssen regelmäßig geprüft werden. Im Jahr 2013 waren ca. 7000 LactoCorder, 2000 Trutester, 1500 Balkenwaagen, 1400 Hofeigene Milchmengenmessanlagen mit ca. 15000 Geräten, 1200 Melkroboter und 20 Betriebe mit Glasmensuren zu kontrollieren.

Bei den Erstabnahmen und routinemäßigen Überprüfungen in den Betrieben werden bei ca. 25 % der Geräte Abweichungen festgestellt, so dass sie nachkalibriert werden mussten.

LactoCorder

Die Messgenauigkeit von LactoCordern wird durch den sogenannten Wassertest geprüft. Dazu werden zehn Liter Testflüssigkeit versehen, um die Leitfähigkeit der Milch zu simulieren. Entscheidend sind die vom LactoCorder registrierte Flüssigkeitsmenge und der Anteil der abgeschiedenen Probe. Die Messdaten der Überprüfung werden mittels Messdatapack und Laptop direkt an die zentrale LactoCorder-Datenbank übertragen und können so zentral überwacht werden.

Trutester

Wenn TruTest-Geräte bei der Prüfung die Genauigkeitsgrenzen nicht einhalten, wird durch entsprechende Maßnahmen, z.B. Austausch der Dichtungen, die Messgenauigkeit wieder hergestellt oder das Gerät ausgesondert. Die Balkenwaagen werden mit geeichten Gewichten überprüft und halten die Grenzen in der Regel ein. Andernfalls werden sie eingezogen.

Die vollzählige Überprüfung aller Geräte wird von der Zentrale überwacht bzw. auch von der Zertifizierungsstelle jährlich überprüft.

Überprüfung der kor­rek­ten Pro­ben­zu­ord­nung in der MLP über DNA-Mi­kro­sa­te­lli­ten­un­ter­such­ung

Um die korrekte Zuordnung einer Milchprobe zur Kuh zu überprüfen, wurde bisher im Rahmen der Bestandsnachprüfung die Eiweißfraktionen eletrophoretisch bestimmt. Dieses Verfahren war sehr aufwendig und verlangte viel Handarbeit. Auch war seine Aussagekraft bei einem hohen Verwandtschaftsgrad einer Herde gering.

Seit dem Jahr 2013 wird die Zuordnung der Milchprobe anhand der väterlichen Abstammung überprüft. Dazu wird aus den in der Milchprobe enthaltenen Zellen DNA gewonnen. Die Untersuchungsmethode kann allerdings nur bei Milchproben angewendet werden, die mehr als 100.000 Zellen/mg aufweisen. Sonst ist der Gehalt an DNA nicht ausreichend. Dazu werden die gekennzeichneten Proben vom Milchprüfring zur Gene-Control in Grub bei München transportiert. Für die SNP-Genotypisierung ist die DNA in der Milchprobe nicht ausreichend.

Pro Prüfjahr werden aus 60 Betrieben jeweils 10 Proben auf diese Weise untersucht. Kann die in der Milchprobe enthaltene DNA nicht dem angegebenen Vater zugeordnet werden, wird die Probe angezweifelt. Für derartige Unstimmigkeiten gibt es mehrere mögliche Ursachen. So kann die Probe verwechselt worden sein und von einer anderen Kuh stammen, die angegebene Abstammung falsch sein.

Daher muss bei beanstandeten Proben eine offizielle Abstammungskontrolle durchgeführt werden. Erweist sich die Abstammung als korrekt, wurde beim Probemelken manipuliert oder schlampig gearbeitet. Ist die Abstammung tatsächlich falsch, so kann man davon ausgehen, dass das Probemelken korrekt durchgeführt wurde.

Im Jahr 2013 waren von den analysierten Proben 95% richtig. Etwa 23% der Proben konnten nicht analysiert werden, da die DNA-Qualität unzureichend war bzw. eine Verschleppung von genetischem Material vorlag. Dabei zeigte sich, dass Verschleppungen von Milch bei Robotern etwas häufiger vor kommen als in Melkständen. Ein Experiment mit Mischmilch in verschiedenen Konzentrationen zeigte, dass auch schon sehr kleine Mengen von verschleppter Milch nachgewiesen werden können.

Das neue Verfahren hat den Vorteil, dass die Kontrolle unabhängig von einer Bestandsnachkontrolle durchgeführt werden kann und gleichzeitig eine stichprobeweise Überprüfung der Abstammung ist.

Da keine Ohrmarkennummern weitergegeben werden, ist eine Zuordnung von DNA-Analysedaten durch Tierzuchtforschung nicht möglich.

Qua­li­täts­man­age­ment in der Fleisch­leis­tungs­prü­fung

Überprüfen der Messmittel

In der Fleischleistungsprüfung dürfen nur vom LKV zugelassene Messgeräte eingesetzt werden, die dann in bestimmten Abständen auch vom LKV zu überprüfen sind

PigLog

Beim Jungsauenselektionstest wird von den Ringberatern das PigLog Gerät zur Messung der Rückenspeckdicke eingesetzt. Das PigLog Gerät muss vom Ringberater an jedem Messtag vor der ersten Tagesmessung überprüft werden. Die Kontrollmessung erfolgt mit Hilfe eines genormten Kontrollblocks aus Plexiglas. Nur bei bestandener Kontrollmessung darf das PigLog Gerät zum Einsatz kommen. Die Kontrollmessungen werden schriftlich protokolliert und in der LKV Zentrale abgelegt. Die Aufbewahrungsfrist der Messprotokolle beträgt 3 Jahre.

pH Meter und Oximeter

Diese Messgeräte werden von den Ringberatern in der Fischerzeugung zur Überprüfung der Wasserqualität eingesetzt. Diese Geräte müssen anhand Ihrer Bedienungsanweisung vom Ringberater einmal im Monat eigenständig überprüft werden. Die Kontrollmessungen werden schriftlich protokolliert und in der LKV Zentrale abgelegt. Die Aufbewahrungsfrist der Messprotokolle beträgt 3 Jahre.

Waagen

In der Ferkelerzeugung (Jungsauenselektionstest), Schweinemast und Rindermast kommen LKV eigene Waagen zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um Plattenwaagen, Käfigwaagen oder fahrbare Großviehwaagen. Diese Waagen werden alle einmal jährlich von der Fachabteilung Fleischleistungsprüfung vor Ort inspiziert und mit Eichgewichten überprüft. Die Waagen für Schweine und Kälber benötigen zur Überprüfung ein Gewicht von 100 kg und die Waagen für Fresser oder Bullen ein Gewicht von 600 kg. Die Toleranzgrenze liegt bei +/- 1%. Nach bestandener Prüfung werden die Waagen mit einer LKV Prüfplakette versehen, aus der der Monat und das Jahr der Überprüfung entnommen werden kann. Bei den fahrbaren Großviehwaagen besteht zudem die Möglichkeit der Eichung durch ein Eichamt. Diese Waagen werden nicht noch einmal zusätzlich vom LKV überprüft, jedoch auch mit der Prüfplakette versehen.

Auch Zugwaagen für Kontrollwiegungen von Getreide oder ähnlichem und Waagen zur Bestimmung des Gewichts von Karpfen oder Forellen werden mit einem Eichgewicht von 10 kg nach oben beschriebenem Vorgehen überprüft.

Auch betriebseigene Waagen, die nicht geeicht sind und dennoch in der Leistungsprüfung bei Herdbuch Betrieben eingesetzt werden, werden einmal jährlich von dem für den Betrieb zuständigen Ringberater mit einem Eichgewicht von 100 kg überprüft. Die Toleranzgrenze liegt bei +/- 1%. Nach bestandener Prüfung werden die Waagen mit einer LKV Prüfplakette versehen, aus der der Monat und das Jahr der Überprüfung entnommen werden kann.

Alle Waagenüberprüfung oder Eichungen werden schriftlich protokolliert.

Silagethermometer

Die Silagethermometer werden von Ringberatern in der Rindermast zur Überprüfung der Temperatur im Silostock eingesetzt. Diese Thermometer werden von der Fachabteilung Fleischleistungsprüfung einmal jährlich überprüft. Die Kontrollmessungen werden schriftlich protokolliert und in der LKV Zentrale abgelegt. Die Aufbewahrungsfrist der Messprotokolle beträgt 3 Jahre.

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