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  • Die Unter­such­ungs­pa­ke­te im LKV-Fut­ter­la­bor
    • Basisuntersuchung
    • Untersuchung des Mineralstoffgehalts
    • Untersuchung des Aminosäuregehalts
    • Untersuchung auf Mykotoxine
    • Weitere Angebote
    • Kos­ten der Fut­ter­un­ter­such­ung
    • Wie erhalten Sie eine aus­sa­ge­kräf­ti­ge Fut­ter­probe?
    • Wann erhalten Sie Ihre Un­ter­such­ungs­er­geb­nis­se?

Die Unter­such­ungs­pa­ke­te im LKV-Fut­ter­la­bor

Apparaturen zur Fettanalyse Apparaturen zur Fettanalyse

Die LKV- Futteruntersuchung steht allen bayerischen LKV - Mitgliedsbetrieben zur Verfügung. Unser modern ausgestattetes Futterlabor in Grub bietet für jeden Landwirt die passende Untersuchungsvariante. Sie reichen von der einfachen Nährstoffuntersuchung bis zur Aminosäuren-Analyse. Für die Schweinemast ist der Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen im Futter besonders wichtig. Milchviehbetriebe und Bullenmäster sind neben den Nährstoffgehalten in erster Linie an der Gärqualität ihrer Silage interessiert. Auf Wunsch werden auch andere Stoffe untersucht wie Ammoniak und Nitrat.

Die Standardmethode aller Futteruntersuchungen ist die so genannte NIRS-Methode, die Nah-Infrarot-Spektroskopie. Als Referenzmethode und zur Überprüfung dient die klassische Weender-Analyse, eine nasschemische Untersuchung. Mit der klassischen Weender-Analyse werden auch alle Futtermittel untersucht, für die es keine Eichkurven für die NIRS-Methode gibt.

Basis­unter­suchung

Bei der Basisuntersuchung werden mit Hilfe der NIRS_Methode die Anteile der einzelnen Rohstoffgruppen, der Zellwandkomponenten sowie der Energiegehalt in einem Kilogramm Futter ermittelt.

Rohstoffgruppen

  • Trockenmasse,
  • Rohasche,
  • Rohfaser,
  • Rohprotein,
  • Rohfett
  • N-freien Extraktstoffe (NfE)
  • Kohlehydratfraktionen
Bestimmung des Trockensubstanzgehalts Bestimmung des Trockensubstanzgehalts

Der Begriff ‚Roh‘ deutet darauf hin, dass die einzelnen Stoffklassen nicht in reiner Form vorliegen. Die N-freien Extraktstoffe umfassen die leicht löslichen Kohlehydrate wie Stärke, Glykogen, alle Zucker, aber auch Anteile an löslichen pflanzlichen Gerüstsubstanzen.

Zur genaueren Erfassung der Zellwandkomponenten und für ihre stoffliche Differenzierung, werden weitere Kennwerte ausgegeben.

Zellwand­kompo­nenten

Zur genaueren Erfassung der Zellwandkomponenten und für ihre stoffliche Differenzierung, werden weitere Kennwerte ausgegeben.

  • NDFom
  • ADFom
  • GB, Gasbildung
  • ELOS, enzymlösliche organische Substanz
Bestimmung des Rohfasergehaltes von Futtermitteln Bestimmung des Rohfasergehaltes von Futtermitteln

Aus den hierbei ermittelten Kennwerten werden die Anteile verschiedener Nährstofffraktionen berechnet:

  • Der Gehalt an Hemicellulose wird aus der Differenz NDFom-ADFom berechnet.
  • Für die Schätzung des Energiegehalts von Grassilagen werden die Angaben zu ADFom GB benötigt.
  • Bei Maissilagen sind die Gehalte an NDFom und ELOS ausschlaggebend.

Maßzahlen für den Energiegehalt

Für Milchvieh wird der Energiegehalt angegeben als: MJ NEL, Netto-Energie-Laktation

Bei der Rinder- und Schweinemast sowie bei der Ferkelerzeugung gilt die Kennzahl: ME, metabolische Energie

Unter­such­ung des Min­e­ral­stoff­gehalts

Maßzahlen für den Energiegehalt

Wenn Sie zusätzlich zur Basisuntersuchung das Paket 1 Mineralstoffe buchen, dann werden die Gehalte an den Mengenelementen

  • Kalzium,
  • Phosphor,
  • Natrium,
  • Kalium,
  • Magnesium sowie den
  • Spurenelementen Kupfer und Zink ermittelt.
Bestimmung des Mineralstoffgehalts mit der Röntgenfloureszenzanalyse Bestimmung des Mineralstoffgehalts mit der Röntgenfloureszenzanalyse

Mineralstoffe Paket 2:

Paket 1 kann noch durch Paket 2 erweitert werden, um die Futter-Kationen-Anionen-Differenz (FKAD)) zu berechnen. Sie ist vor allem bei der Fütterung von trockenstehenden Kühen von Bedeutung.

Paket 2 umfasst:

  • Chlor,
  • Schwefel,
  • Mangan und
  • Eisen.

Durch den Einsatz der modernen Röntgen-Fluoreszenz-Analyse (RFA) können die Untersuchungen auf Mineralstoffe relativ günstig angeboten werden.

Mineralstoff Selen

In einigen Regionen Bayerns kann es zu Selenmangel kommen. Daher bietet das LKV auch die Analyse des Selengehalts eines Futtermittels an.

Un­ter­such­ung des Ami­no­säure­gehalts

Vor allem in der Schweinemast ist der Gehalt der Futtermittel an bestimmten Aminosäuren von großer Bedeutung. Dabei steht der Lysingehalt von Futtermischungen an erster Stelle.

Aminosäure 1:

Die Untersuchungsvariante Aminosäure 1 umfasst ausschließlich die Aminosäure Lysin.

Aminosäurenanalyse mit der Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIRS) Aminosäurenanalyse mit der Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIRS)

Aminosäure 2:

Die Untersuchungsvariante Aminosäure 2 bietet zusätzlich zu Lysin noch die Untersuchung auf Methionin, Threonin, Tryptophan.

Dank des Untersuchungsverfahren AMINONIR kann das LKV-Labor den Gehalt an den Aminosäuren Lysin, Methionin, Threonin und Tryptophan in den Futtermitteln Weizen, Gerste, Körnermais, Triticale/Roggen, Sojaextrationsschrot, Rapsextrationschrot und Erbsen preisgünstig bestimmen.

Unter­such­ung auf My­ko­tox­ine

Bei schlechtem Erntewetter sollten Sie bei Ihrem Getreide auf Pilzbefall achten.

Mykotoxin-Untersuchungen bietet der Tiergesundheitsdienst Bayern (TGD) an. Informationen und Anmeldungsformulare dazu gibt Ihnen Ihr Leistungsoberprüfer, Ringberater oder Fütterungsberater.

Ungünstiges Erntewetter? Auf Pilzbefall achten! Ungünstiges Erntewetter? Auf Pilzbefall achten!

Weitere An­ge­bo­te

Untersuchung der Gärqualität

Die Untersuchung der Gärqualität betrifft vorzugsweise Silagen aus Grobfutter. Sie kann aber auch auf Körner-Silagen angewendet werden. Gemessen werden die Gärkennwerte

  • pH-Wert,
  • Gehalt an Milchsäure,
  • Gehalt an Essigsäure,
  • Gehalt an Propionsäure und
  • Gehalt an Buttersäure.

Aus den Gärkennwerten kann der Siliererfolg nach dem DLG-Schlüssel abgeleitet werden.

Untersuchung von Gras oder Mais vor der Silierung

Geschnittenes Gras

Anhand von umfangreichen Messreihen hat das Institut für Tierernährung an der Landesanstalt für Landwirtschaft Faktoren ermittelt, mit denen das Labor aus den Analyseergebnissen von Grüngut, mit hoher Sicherheit auf die Inhaltstoffe der zukünftigen Silage schließen kann. Das heißt: Wenn Sie bereits beim Silieren eine Futterprobe entnehmen und an das LKV-Labor in Grub senden, dann kennen Sie bereits beim dem Öffnen des Silos den Nährstoffgehalt Ihres Futters.

Untersuchung auf den Ammon­i­ak­gehalt

Angeboten wird auch die Untersuchung auf den Ammoniakgehalt, welcher beim Abbau von Proteinen entsteht.

Sonstige Un­ter­such­ungen

Des weiteren werden angeboten:

  • Die ausschließliche Bestimmung des Trockenmassegehalts
  • Die Ermittlung des Nitratgehaltes eines Futtermittels
  • Die Berechnung der Biogasausbeute nl Methan (CH4). Sie kann ohne zusätzliche Kosten ausgegeben werden.

Kos­ten der Fut­ter­un­ter­such­ung

Wie erhalten Sie eine aus­sa­ge­kräf­tige Fut­ter­pro­be

Entnahme der Futterproben

Die wichtigste Voraussetzung für die Aussagekraft der Analyseergebnisse ist eine einwandfreie Probenentnahme und Probenbehandlung.

Dabei müssen die folgenden Anforderungen erfüllt werden:

  • Eine Beprobung ist nur sinnvoll, wenn die Partie einheitlich ist.
  • Die Proben müssen auf den gesamten Futterstock räumlich gut verteilt genommen werden.
  • Von jeder Entnahmestelle sind gleich große Futterproben zu entnehmen.
  • Aus den Einzelproben wird eine Sammelprobe erstellt.
  • Die Sammelprobe wird intensiv durchmischt. Dabei ist darauf zu achten, dass es zu keiner Veränderung der Probenzusammensetzung durch Sedimentieren, Bröckeln bzw. Abpressen kommt.
  • Aus dieser Sammelprobe werden 500g entnommen.
  • Bei Getreide, das in mehreren Fuhren angeliefert wurde, nimmt man von jeder Fuhre eine Probe und sammelt sie in einem sauberen Eimer. Die Probe kann aber auch mit einem Stechbohrer aus dem Silo an mehreren Stellen entnommen werden. Anschließend mischt man das Getreide im Eimer gut durch und füllt etwa 500g davon in einen Probenbeutel.
Futterproben

Versand der Futterproben

Die Proben werden entweder von Ihrem LOP oder Berater ans Futterlabor weitergeleitet.

Sie können die Proben aber auch selbst per Post verschicken an das

LfL Zentrallabor Grub
Prof.-Zorn-Str. 20 c
85586 Poing

Für den Versand der Proben bitte folgendes beachten:

  • Die Proben müssen luftdicht verpackt werden.
  • Sie müssen vor Sonnenlicht, Temperatureinflüssen, Feuchtigkeit, Verschmutzung und Kontamination geschützt werden.
  • Getreideproben mit einem Feuchtegehalt > 12% sind sofort dem Untersuchungslabor zu übergeben oder im Kühlschrank max. 2 Tage, bzw. im Gefrierschrank bei -18° C zu lagern.

Anmelden der Proben

Um die Verarbeitung der Proben im LKV-Futtermittellabor zu beschleunigen, sollten Sie die Proben immer sofort über das Internetportal webFuLab anmelden. Hierzu benötigen Sie ihre Balisnummer und die HI-Tier PIN.

Sie können die Proben aber auch mit einem Begleitschein an das Futterlabor schicken.

Formulare hierfür finden auf unserer Homepage bei den Formularen.

Wann er­hal­ten Sie Ihre Unter­such­ungs­er­geb­nis­se?

Die Standarduntersuchung einer Futterprobe dauert im Schnitt acht Tage. Ist die deutlich aufwendigere nasschemische Untersuchung erforderlich, muss mit einer Untersuchungsdauer von mindestens zwei Wochen gerechnet werden. Nasschemische Untersuchungen werden durchgeführt zur Überprüfung der Ergebnisse und bei Futtermitteln bei denen keine Eichkurven für das NIRS-Gerät vorhanden sind: z.B. Molke, Karottentrester, Keksabfälle.

Allerdings können Sie Zwischenergebnisse, wie zum Beispiel den Trockensubstanzgehalt bereits im Internetprotal webFuLab einsehen, sobald sie ermittelt wurden.

Ihr Leistungsoberprüfer oder Fütterungsberater bespricht mit Ihnen gerne die Ergebnisse.

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    • Wie erhalten Sie eine aussagekräftige Futterprobe?
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