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  • Die Leistung­sprüfung (FLP) in der Herd­buch­zucht von Schweinen
    • Daten­erfassung
    • Ergebnisse der Leistungs­prüfung
    • Tierkennzeichnung, Identitätssicherung
    • Anomalien­prüfung
    • MHS Test
    • Jungsauen­selektionstest
    • Das LKV-Programm „Sauenplaner“
    • Für Ihre Sicherheit
    • So können Sie Mitglied werden
    • Ansprechpartner

Leistungs­prüfung (FLP) in der Herd­buch­zucht von Schweinen

Ferkel

Die von Herdbuchbetrieben (HB) gezüchteten Jungsauen dienen der Remontierung in Herdbuch- und Ferkelerzeugerbetrieben. Auch die Besamungs- bzw. Natursprungeber stammen aus Herdbuchzuchtbetrieben. Daher werden an die Herdbuchbetriebe besondere Anforderungen gestellt. So muss zum Einen die Abstammung der Ferkel durch eine zuverlässige Dokumentation und die frühzeitige Markierung der Tiere sichergestellt werden. Zum Anderen werden die Jungsauen – und Jungeber einer strengen Prüfung unterzogen, bevor sie ins Herdbuch aufgenommen oder an Ferkelerzeuger verkauft werden dürfen. Aus Pedigree- und Eigenleistung wird ein Index berechnet, anschließend werden die Tiere aufgrund des Ergebnisses in drei Wertklassen eingeteilt. Tiere der Wertklasse 1 können zur Nachzucht in HB-Betrieben aufgestellt werden, Sauen der Wertklasse 2 werden an Ferkelerzeugerbetriebe verkauft. Tiere der Wertklasse 3 dürfen nicht zur Zucht verwendet werden.

Daten­erfassung

Für Herdbuchbetriebe der EGZH (Erzeugergemeinschaft und Züchtervereinigung für Zucht- und Hybridzuchtschweine in Bayern) ist die Mitgliedschaft beim LKV vorgeschrieben.

Ein Team von Ringberatern betreut die Betriebe, die Mitglied bei der EGZH oder einem anderen Zuchtunternehmen sind. In der Herdbuchzucht erfassen die Landwirte ihre Daten eigenständig im „EGZH Sauenplaner“ (50% der Betriebe), über LuZ online (25% der Betriebe) oder über eine Wurfmeldung in Papierform (25% der Betriebe). Es besteht die Möglichkeit die Daten aus dem „EGZH Sauenplaner“ in den „LKV Sauenplaner“ zu importieren oder sie zusätzlich dort durch den Ringberater erfassen zu lassen. Auf diese Weise kann der Landwirt die produktionstechnischen und   falls gewünscht   auch die wirtschaftlichen Kennwerte des Betriebes mit Betrieben aus der Ferkelerzeugung vergleichen:

Vom Ringberater werden erfasst:

Produktionstechnische Kennwerte:
  • Anzahl der Würfe
  • Zahl der geborenen Ferkel
  • Zahl der aufgezogenen Ferkel
  • Verluste
  • Wurfziffer
  • Wurfabstandstage
  • Bestandsergänzung
  • Güsttage

Zudem hat der Landwirt die Möglichkeit, die so genannte Wirtschaftlichkeitskontrolle vom Ringberater durchführen zu lassen.

Dabei werden erfasst:

Wirtschaftliche Kennwerte:
  • Kosten der Remontierung von Sauen und ggf. Eber
  • Futterkosten für Sauen, Ferkel und Eber
  • sonstige Direktkosten
  • Erlöse aus dem Verkauf von Ferkel, Jungsauen, Altsauen und Ebern

Ergebnisse der Leistungs­prüfung

Die in der Produktionstechnik erfassten Daten wertet der Ringberater mit dem eigens fürs LKV angepassten Programm „Stallbuch Sau“, („Sauenplaner“) der Firma Land Data Eurosoft aus und erstellt vor Ort eine Betriebszweigauswertung als Betriebsprotokoll, bei der alle wichtigen Kenngrößen ausgewiesen werden, wie

  • Zahl der geborenen Ferkel je Sau und Jahr
  • Zahl der aufgezogenen Ferkel je Sau und Jahr
  • Zwischenwurfzeit
  • Remontierungsrate
  • Tägliche Zunahmen
  • Direktkosten
  • Erlös je Sau bzw. Ferkel
  • Direktkostenfreie Leistungen pro Tier
  • Direktkostenfreie Leistungen pro Futtertag
  • Bruttoerlös Euro/kg SG
  • Vergleichspreise

Die aktuellen Mitgliedszahlen und Leistungsdaten finden Sie im Situationsbericht.

Die detaillierte Auswertung der Leistungsdaten finden Sie im Jahresbericht_FLP.

Tierkenn­zeichnung, Identitäts­sicherung

Um Zuchtferkel eindeutig der leiblichen Mutter zuordnen zu können, muss der Ringberater ihnen zwischen dem 7. und dem 28. Lebenstag am rechten Ohr die Abstammungsnummer eintätowieren. Auch Zuchtsauen werden mit der Herdbuchnummer im linken Ohr tätowiert. Näheres zur Kennzeichnung finden Sie in der Zuchtbuch- und Zuchtregisterordnung der EGZH.

Anomalien­prüfung

Zusätzlich erfasst der Ringberater die auftretenden Anomalien wie zum Beispiel Afterlosigkeit oder Hodenbruch. Diese Daten werden zur Zuchtwertschätzung auf Anomalien herangezogen. Durch die Einbeziehung der Ferkelerzeugerbetriebe konnte die Sicherheit der Zuchtwertschätzung auf Anomalien beträchtlich gesteigert werden. Das nutzt sowohl den Herdbuch- als auch den Ferkelerzeugerbetrieben bei der Vermeidung von genetisch bedingten Verlusten.

MHS Test

Der MHS-Test dient dem Nachweis des so genannten Malignen Hyperthermen Syndroms, einer ererbten Eigenschaft, die zur Verringerung der Fleischqualität beim Mastschwein durch Stress führen kann.

Für alle Eber und Sauen der Basiszucht, alle Eber der Mutterrassen, die ins Herdbuch aufgenommen werden sollen, und alle Herdbucheber und -sauen der Vaterrassen ist dieser Test vorgeschrieben.

Der Ringberater entnimmt bei der Tätowierung routinemäßig mit einer Kerbzange eine kleine Gewebeprobe am Ohr und schickt diese ans Genlabor.

Die Untersuchungsergebnisse und die neuen Herdbuchblätter werden dem Landwirt von seinem Ringberater ausgehändigt.

Jungsauen­selektionstest

Alle auf dem Betrieb vorhandenen Jungsauen sind dem Jungsauenselektionstest zu unterziehen.

Dabei werden folgende Kenngrößen erfasst und Tests durchgeführt:

  • die Identität der Jungsau
  • das Gewicht der Jungsauen
  • die Messung der Speckdicke
  • die Beurteilung von
    • Gesäuge
    • Fundament
    • Bemuskelung
    • Exterieur
Jungsauen im Stall

Um die Wertklasse 1 erreichen zu können, müssen Jungsauen der Mutterrassen im Alter von 160 bis 210 Tagen sein. Für die Wertklasse 2 ist ein Alter von 150-220 Tagen zulässig. Diese Grenzen kennt der Ringberater und berücksichtigt diese bei der Besuchsplanung beim Landwirt.

Die Ergebnisse werden mit dem EDV Programm US-LKV ausgewertet. Die Zuordnung zu den verschiedenen Wertklassen erfolgt gemäß der in der LuZ-Datenbank hinterlegten Grenzwerte.

Die Testdaten werden vom Ringberater automatisch in die LuZ Datenbank übertragen.

Tiere der Wertklasse 1 und 2 erhalten die EGZH Ohrmarke mit einer fünfstelligen Ohrmarkennummer. Die Farben der Ohrmarken haben folgende Bedeutung:

  • Gelb = Reinzuchttiere
  • Blau = Bayernhybriden
  • Grün = Kreuzungssauen

Das LKV-Programm „Sauenplaner“

Das LKV Bayern verfügt auch in der Leistungsprüfung über eine eigene EDV Abteilung. Hier werden für jede Produktionsrichtung die Spezialprogramme programmiert und weiterentwickelt und die Ringberater im Umgang mit den Programmen geschult und betreut. Eigene Computerprogramme haben für das LKV einen hohen Stellenwert, da dort z.B. Anregungen, Neuerungen oder Zusatzoptionen schnell in die Praxis umgesetzt werden können. Ebenfalls können für die Auswertung wichtige Eingabefelder sowohl zur Pflichteingabe gesetzt und die Eingabe plausibilisiert werden, um belastbare Daten zu bekommen

Für Ihre Sicherheit

Datenschutz:

Hygiene:

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Staatliche Förderung:

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