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  • Die Leistungs­prüfung in der Ferkel­er­zeugung
    • Wirt­schaft­lich pro­du­zier­en zahlt sich aus
    • Datenerfassung
    • Ergebnisse der Leistungs­prüfung
    • Tier­kenn­zeichnung, Identitäts­sicherung
    • Anomalienprüfung
    • MHS Test
    • Jungsauen­selektions­test
    • Auswertungen bayer­ischer Ring­betriebe
    • Das LKV- Programm „Sauenplaner“
    • Für Ihre Sicherheit
    • So können Sie Mitglied werden
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Die Leistungs­prüfung in der Ferkel­er­zeugung

Muttermilch saugende Ferkel

Die Ferkelerzeugung hat schwere Zeiten hinter sich. Da muss jeder Betrieb genau rechnen, damit er wirtschaftlich bleibt. Der Erlös der Ferkelerzeugung hängt in erster Linie von der Zahl und dem Gewicht der verkauften Ferkel pro Sau und Jahr und natürlich vom den Verkaufspreisen ab. Die wichtigsten Faktoren beim Aufwand sind das Sauen- und das Ferkelfutter sowie Remontierung der Sauen. Die durch Ferkelverluste bzw. Sauenabgänge entstehenden Kosten werden anteilsmäßig jedem verkauften Tier zugeschlagen und erhöhen somit die Produktionskosten jedes verkauften Ferkels.

Wirt­schaft­lich pro­du­zier­en zahlt sich aus

Aus Erlös und Aufwand kann man die so genannte Direktkostenfreie Leistung (DKfL) berechnen, eine wichtige Maßzahl für die Wirtschaftlichkeit.

Direktkostenfreie Leistung = Erlös - Aufwand

Zieht man von der DKfL noch die fixen Kosten ab, wie z.B. die Abschreibung pro Stallplatz und die Maschinenkosten, so erhält man den Gewinn.

Direktkostenfreie Leistung – Fixkosten = Gewinn

Berücksichtigt man die hohe Zahl an Ferkeln, die pro Jahr verkauft werden, so schlägt sich jeder Euro mehr oder weniger in einem beträchtlichen Gewinn oder. Verlust nieder. In einem durchschnittlichen Betrieb mit rund 100 Sauen und etwa 26 aufgezogenen Ferkeln pro Sau und Jahr, werden im Jahr immerhin rund 2.600 Ferkel verkauft. Umso wichtiger, ist es regelmäßige Erfolgskontrollen durchzuführen. Dafür müssen laufend die biologischen Leistungen jedes Tieres erfasst und überprüft werden. Nur so kann man schnell Fehler erkennen und abstellen. Auswertungen haben gezeigt, dass Betriebe, die zusätzliche alle Kosten und Erlöse erfassen, bessere wirtschaftliche Erfolge erzielen, als Betriebe ohne Wirtschaftlichkeitskontrollen. Die Ringberater des LKV unterstützen Sie dabei.

In bayerischen Ringbetrieben stammt ein hoher Anteil der remontierten Jungsauen aus dem eigenen Betrieb. Der Anteil der Deutschen Landrasse bei den Muttersauen liegt über 50%, sinkt aber langsam und stetig. Etwa ein Drittel der Ferkel stammen von Kreuzungssauen DE x DL oder von Bayern-Hybriden ab. Durch die Anpaarung mit einem Pietraineber bzw. Duroceber können fleischbetonte Ferkel hoher Qualität angeboten werden. Dazu kommt eine Vielzahl von Hybridherkünften.

Datenerfassung

Ein Team von Ringberatern für Ferkelerzeugungbetreut die Betriebe mit Zuchtsauenhaltung, Schweineherdbuchzucht und arbeitsteiliger Ferkelproduktion, die Mitglied in einem der bayerischen Fleischerzeugerringe sind. Jeder Ringberater besucht seine Betriebe in regelmäßigen Abständen, dabei erfasst er die produktionstechnischen — falls gewünscht — auch die wirtschaftlichen Kennwerte (Wirtschaftlichkeitskontrolle) des Betriebes. Im Rahmen dieser Leistungsprüfung und Wirtschaftlichkeitskontrolle wird der so genannte IST-Zustand erfasst. Die Daten werden vor Ort in den Laptop eingegeben und online an die Datenbank der LKV-Zentrale übertragen. Der Landwirt erhält unmittelbar danach eine Auswertung.

Erfasst werden:

Produktionstechnische Kennwerte:
  • Anzahl der Würfe
  • Geborene Ferkel
  • Aufgezogene Ferkel
  • Verluste
  • Wurfziffer
  • Wurfabstandstage
  • Bestandsergänzung
  • Güsttage
Wirtschaftliche Kennwerte:
  • Kosten der Remontierung von Sauen und ggf. Eber
  • Futterkosten für Sauen, Ferkel und Eber
  • Sonstige Direktkosten
  • Erlöse durch den Verkauf von Ferkel, Jungsauen, Altsauen und Eber

Ergebnisse der Leistungs­prüfung

Die in der Produktionstechnik erfassten Daten wertet der Ringberater in der Ferkelerzeugung mit dem eigens fürs LKV angepassten Programm der Firma Land Data Eurosoft „Stallbuch Sau“, dem „Sauenplaner“, aus. Er erstellt vor Ort eine Betriebszweigauswertung als Betriebsprotokoll mit allen wichtigen Kenngrößen. Diese sind:

  • Zahl der geborenen Ferkel je Sau und Jahr
  • Zahl der aufgezogenen Ferkel je Sau und Jahr
  • Zwischenwurfzeit
  • Remontierungsrate
  • Tägliche Zunahmen
  • Direktkosten
  • Erlös je Sau bzw. Ferkel
  • Direktkostenfreie Leistungen pro Tier
  • Direktkostenfreie Leistungen pro Futtertag
  • Vergleichspreise
Gemeinsame Ergebnisauswertung
  • Außerdem erstellt der Ringberater für jede Sau eine Sauenkarteikarte und aktualisiert diese im Bedarfsfall. Mittels Stärken- und Schwächenprofil kann der Ringberater die Rentabilitätsreserven des Produktionsverfahrens aufzeigen.

Tierkenn­zeichnung, Identitäts­sicherung

Auch die Tierkennzeichnung (Tätowierung) und/oder die Identitätssicherung (Ohrmarke) werden auf Wunsch vom Ringberater übernommen.

  • Markieren der Ferkel mit der Viehverkehrsohrmarke
  • Kennzeichnung der Nachzuchttiere mittels Ohrmarke oder Tätowierung
Markieren mittels Viehverkehrsohrmarke
Kennzeichnung Nachwuchstier

Anomalien­prüfung

Zusätzlich erfasst der Ringberater sowohl in der Ferkelerzeugung als auch in der Herdbuchzucht die auftretenden Anomalien wie z.B. Afterlosigkeit oder Hodenbruch. Kann man die Würfe eindeutig einem Besamungs- oder Prüfeber zuordnen, werden die Daten zur Zuchtwertschätzung Lexikoneinblendung realisieren auf Anomalien herangezogen. Durch die Einbeziehung der Ferkelerzeugerbetriebe konnte die Sicherheit der Zuchtwertschätzung auf Anomalien beträchtlich gesteigert werden. Das nutzt sowohl den Herdbuch- als auch den Ferkelerzeugerbetrieben bei der Vermeidung von genetisch bedingten Verlusten.

MHS Test

Der so genannte MHS-Test dient dem Nachweis des Malignen Hyperthermen Syndroms, einer ererbten Eigenschaft, die zur stressbedingten Verschlechterung der Fleischqualität beim Mastschwein führen kann. Ferkelerzeugerbetriebe mit eigener Nachzucht können freiwillig an der MHS Probenentnahme teilnehmen. Für die Anmeldung zur freiwilligen Probenentnahme ist der Landwirt verantwortlich, er kann jedoch auf Wunsch dabei vom Ringberater unterstützt werden.

Jung­sauen­selektions­test

Ferkelerzeuger können einen so genannten Jungsauenselektionstest durchführen. Dabei werden folgende Kenngrößen erfasst und Tests durch geführt

  • Feststellung der Identität
  • Wiegen der Jungsauen
  • Messung der Speckdicke
  • Beurteilung von
    • Gesäuge
    • Fundament
    • Bemuskelung
    • Exterieur

Die Ergebnisse werden mit dem EDV Programm US-LKV ausgewertet. Die Zuordnung zu den verschiedenen Wertklassen erfolgt gemäß der, in der LuZ-Datenbank hinterlegten Grenzwerte.

Die Testdaten werden vom Ringberater online in die Datenbank übertragen.

Für Ferkelerzeuger ist der Jungsauenselektionstest freiwillig. Nimmt ein Betrieb daran teil, so sind alle auf dem Betrieb vorhandenen Jungsauen dem Test zu unterziehen. Um die Wertklasse 1 erreichen zu können, müssen Jungsauen der Mutterrassen 160 bis 210 Tage alt sein. Für die Wertklasse 2 ist ein Alter von 150 bis 220 Tagen zulässig. Diese Grenzen kennt der Ringberater und berücksichtigt diese bei der Besuchsplanung mit dem Landwirt.

Aus­wer­tungen bay­er­ischer Ring­betriebe

Die aktuellen Mitgliedszahlen und Leistungsdaten finden Sie im Situationsbericht.

Die detaillierte Auswertung der Leistungsdaten finden Sie im Jahresbericht_FLP.

Das LKV- Programm „Sauenplaner“

Das LKV Bayern verfügt auch in der Leistungsprüfung über eine eigene EDV Abteilung. Hier werden für jede Produktionsrichtung die Spezialprogramme programmiert und weiterentwickelt und die Ringberater im Umgang mit den Programmen geschult und betreut. Eigene Computerprogramme haben für das LKV einen hohen Stellenwert, da dort z.B. Anregungen, Neuerungen oder Zusatzoptionen schnell in die Praxis umgesetzt werden können. Ebenfalls können für die Auswertung wichtige Eingabefelder sowohl zur Pflichteingabe gesetzt als auch die Eingabe plausibilisiert werden, um belastbare Daten zu bekommen.

Für Ihre Sicherheit

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Hygiene:

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